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	<title>RECHT &#8211; PPWR Software for Packaging Data Management and Compliance | PAQR</title>
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	<description>The digital platform for Packaging Data Management. Efficient. Legally compliant. Userfriendly.</description>
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	<title>RECHT &#8211; PPWR Software for Packaging Data Management and Compliance | PAQR</title>
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		<title>PPWR-Konformitätserklärung: Der vollständige Leitfaden</title>
		<link>https://paqr.com/de/recht/ppwr-konformitaetserklaerung-der-vollstaendige-leitfaden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marina Wieser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Oct 2026 07:38:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[RECHT]]></category>
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					<description><![CDATA[Was muss eine PPWR-Konformitätserklärung enthalten, wer unterzeichnet sie und wie lange müssen Sie sie aufbewahren? Ein vollständiger Leitfaden zur Struktur von Anhang VIII – inkl. Praxisbeispiel.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Lesezeit: <strong>10</strong> Minuten</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Eine PPWR-Konformitätserklärung ist das Dokument, mit dem Verpackungen legal auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht werden dürfen. Ab dem 12. August 2026 benötigt jede Verpackungsart eine solche Erklärung. Die Verordnung gibt dabei exakt vor, wer sie ausstellt, was sie enthalten muss und wie lange sie aufzubewahren ist.<br><br>Dieser Leitfaden erklärt, was die Erklärung genau beinhaltet, wie sie sich von der dahinterliegenden technischen Dokumentation unterscheidet, was Anhang VIII Punkt für Punkt fordert und wie ein fertiges Dokument in der Praxis aussieht.</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Was ist die PPWR-Konformitätserklärung?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die PPWR-Konformitätserklärung ist eine schriftliche, selbst ausgestellte Erklärung, in der der Erzeuger bestätigt, dass ein bestimmter Verpackungstyp die geltenden Anforderungen der <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=OJ:L_202500040" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Verordnung (EU) 2025/40 </a>erfüllt. Ihre Rechtsgrundlage ist Artikel 39, und ihre Musterstruktur ist in Anhang VIII festgelegt.<br><br>Die Erklärung deckt die Konformität mit den Artikeln 5 bis 12 ab – den materiellen Anforderungen an besorgniserregende Stoffe, Recyclingfähigkeit, Rezyklatanteil, Minimierung und Kennzeichnung –, soweit diese zum Zeitpunkt des Inverkehrbringens der Verpackung bereits gelten. Nicht jeder Artikel in diesem Bereich ist bereits verbindlich; die Erklärung gibt daher an, was heute gilt, und nicht, was nach Ablauf späterer Fristen gelten wird.</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Wer stellt die PPWR-Konformitätserklärung aus?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Erzeuger stellt die Konformitätserklärung unter seiner alleinigen Verantwortung für jeden einzelnen Verpackungstyp aus, den er auf dem EU-Markt in Verkehr bringt. Sie sind der Erzeuger, wenn Sie die Verpackung herstellen oder für sich entwerfen bzw. herstellen lassen und sie unter Ihrem eigenen Namen oder Ihrer eigenen Marke in Verkehr bringen. Sie sind sich nicht sicher, welche Rolle auf Sie zutrifft? Unser <a href="https://paqr.com/de/recht/ppwr-rollenbestimmung-welcher-wirtschaftsakteur-sind-sie/" target="_blank" data-type="link" data-id="https://paqr.com/de/recht/ppwr-rollenbestimmung-welcher-wirtschaftsakteur-sind-sie/" rel="noreferrer noopener">Leitfaden zur Bestimmung der PPWR-Rolle</a> führt Sie Schritt für Schritt hindurch.<br><br>Es gibt eine Ausnahme: Ist ein Markeninhaber ein Kleinstunternehmen und sein Verpackungslieferant im selben Mitgliedstaat ansässig, gilt der Lieferant als Erzeuger und stellt die Erklärung aus.<br><br>Eine Erklärung auszustellen ist nicht dasselbe wie sie vorzuhalten. Importeure erstellen die Erklärung nicht – das bleibt Aufgabe des Erzeugers. Aber ein Importeur, der Verpackungen von außerhalb der EU einführt, muss prüfen, ob eine gültige Erklärung vorliegt, eine Kopie aufbewahren und diese einer nationalen Behörde innerhalb von 10 Tagen nach einer begründeten Aufforderung vorgelegen. Alle Details dazu behandeln wir ausführlich in unserem Beitrag zu den <a href="https://paqr.com/de/recht/ppwr-importeurspflichten-was-sie-wissen-muessen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pflichten von Importeuren unter der PPWR</a>.</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">PPWR-Konformitätserklärung vs. Technische Dokumentation</h2>



<figure class="wp-block-table"><table class="has-fixed-layout"><tbody><tr><td></td><td><strong>Konformitätserklärung</strong></td><td><strong>Technische Dokumentation</strong></td></tr><tr><td><strong>Was es ist</strong></td><td>Eine unterzeichnete Erklärung, dass die Verpackung konform ist</td><td>Die Nachweisakte, die diese Erklärung stützt</td></tr><tr><td><strong>Rechtsgrundlage</strong></td><td>Artikel 39, Anhang VIII</td><td>Anhang VII</td></tr><tr><td><strong>Wer sie unterzeichnet</strong></td><td>Der Erzeuger</td><td>Nicht unterzeichnet; sie wird zusammengestellt und aufbewahrt</td></tr><tr><td><strong>Was sie enthält</strong></td><td>Eine feste Struktur: Identifizierung, Verantwortlichkeitserklärung, Konformitätserklärung, Unterschrift</td><td>Konstruktionszeichnungen, Materialspezifikationen, Prüfberichte, Aufzeichnungen zur&nbsp; Bewertung, Referenzen zu Vorschriften und Standards</td></tr><tr><td><strong>Wer sie einsehen kann</strong></td><td>Wird intern aufbewahrt und Behörden auf Anfrage vorgelegt. Teilweise auf freiwilliger Basis in der Lieferkette weitergegeben&nbsp;</td><td>Wird intern aufbewahrt und Behörden auf Anfrage vorgelegt</td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erklärung ist das Fazit. Die technische Dokumentation liefert die dahinterliegenden Nachweise. Ein Erzeuger kann keine gültige Erklärung unterzeichnen, solange diese Dokumentation nicht bereits vorliegt.</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Was eine PPWR-DoC enthalten muss: Die Struktur von Anhang VIII</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Anhang VIII legt die Musterstruktur für die Erklärung in acht nummerierten Punkten fest, gefolgt von einem Unterschriftenblock. Im Allgemeinen erfordert er die eindeutige Identifizierung der Verpackung, Name und Anschrift des Erzeugers, falls zutreffend, Daten des Bevollmächtigten, eine Erklärung zur alleinigen Verantwortung, eine für die Rückverfolgbarkeit ausreichend präzise Beschreibung der Verpackung, eine Angabe dazu, mit welchen Teilen der Verordnung die Verpackung konform ist, einen Verweis auf etwaige angewendete Normen oder Spezifikationen, einen Hinweis auf die Einbindung einer notifizierten Stelle sowie Raum für zusätzliche relevante Informationen. Das gesamte Dokument ist mit einer Identifikationsnummer zu versehen, die als Referenz dient.<br><br>Die Punkte 4 bis 6 greifen auf die technische Dokumentation des Erzeugers gemäß Anhang VII zurück, die Konstruktion, Materialien und Prüfergebnisse abdeckt. Für Erzeuger, die ihre Materialien nicht selbst herstellen, stützt sich diese Dokumentation auf Daten von Lieferanten gemäß Artikel 16, was wir in unserem <a href="https://paqr.com/de/recht/ppwr-lieferantenpflichten-die-anforderungen-von-artikel-16-verstehen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Beitrag zu den Lieferantenpflichten unter der PPWR behandeln</a>.</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Vorlage für die PPWR-Konformitätserklärung: Ein Praxisbeispiel</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Hier erfahren Sie, was in jedem der acht Punkte konkret gefordert wird – veranschaulicht am Beispiel des fiktiven Unternehmens Nordhaven Foods, das die Konformität eines Lebensmittelbehälters aus Kunststoff erklärt. Die nachfolgenden Inhalte dienen lediglich der Veranschaulichung und stellen weder ein reales Unternehmen noch eine echte Erklärung dar. Der Wortlaut der Verordnung für Punkt 3 sollte exakt übernommen und nicht paraphrasiert werden.</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Eindeutige Identifizierung der Verpackung</strong>. Eine Typen-, Chargen- oder Seriennummer oder ein anderes Element, das diese spezifische Verpackung identifizierbar macht. Beispiel: NH-PT-250ML-V2.</li>



<li><strong>Name und Anschrift des Erzeugers</strong>. Der Name des Erzeugers, sein eingetragener Handelsname oder seine eingetragene Marke und seine Postanschrift sowie die Angaben des Bevollmächtigten, falls ein solcher benannt wurde. Beispiel: Nordhaven Foods GmbH, Hafenstraße 12, 20457 Hamburg, Deutschland.</li>



<li><strong>Erklärung der alleinigen Verantwortung</strong>. Eine direkte Erklärung, dass die Konformitätserklärung unter der alleinigen Verantwortung des Erzeugers ausgestellt wird. Beispiel: „Die alleinige Verantwortung für die Ausstellung dieser Konformitätserklärung trägt der Erzeuger.“</li>



<li><strong>Gegenstand der Erklärung</strong>. Eine Beschreibung der Verpackung, die präzise genug ist, um eine Rückverfolgbarkeit zu ermöglichen: Verpackungstyp, Verpackungsebene, Verpackungskomponenten und Material. Beispiel: Starre 250-ml-PET-Lebensmittelverpackung mit Polypropylen-Deckel, Einweg.</li>



<li><strong>Erfüllung der einschlägigen Rechtsvorschriften der Union über die Harmonisierung</strong>. Der in Punkt 4 beschriebene Gegenstand der Erklärung erfüllt die einschlägigen Rechtsvorschriften der Union über die Harmonisierung:
<ul class="wp-block-list">
<li>Verordnung (EU) 2025/40 über Verpackungen und Verpackungsabfälle</li>
</ul>
</li>



<li><strong>Angewendete harmonisierte Normen, gemeinsame Spezifikationen oder technische Spezifikationen</strong>. Bislang wurden für diese Anforderungen weder harmonisierte Normen gemäß Artikel 36 noch gemeinsame Spezifikationen gemäß Artikel 37 veröffentlicht. Bis dies geschieht, kann dieser Punkt auf die in der technischen Dokumentation festgehaltenen Analysemethoden und internen Bewertungen anstelle einer veröffentlichten Norm verweisen.</li>



<li><strong>Die notifizierte Stelle, falls zutreffend</strong>. Die PPWR nutzt Modul A (interne Fertigungskontrolle), weshalb keine notifizierte Stelle beteiligt ist. Dieser Punkt lautet daher meist: „nicht zutreffend“.</li>



<li><strong>Zusatzangaben</strong>. Alle weiteren für die Erklärung relevanten Angaben: Funktion der unterzeichnenden Person, Querverweise auf verwandte Erklärungen oder Hinweise zu separat bewerteten Verpackungskomponenten.</li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Unterschriftenblock</strong>. Ort und Datum der Ausstellung sowie Name, Funktion und Unterschrift der Person, die im Namen des Erzeugers zeichnet.</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Wie lange eine PPWR-Konformitätserklärung aufzubewahren ist</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Konformitätserklärung und die dahinterliegende technische Dokumentation müssen für Einwegverpackungen 5 Jahre und für Mehrwegverpackungen 10 Jahre lang bereitgehalten werden – gerechnet ab dem Datum, an dem die Verpackung in Verkehr gebracht wurde.<br><br>Die Erklärung ist kein einmaliges Dokument. Ändert sich die Verpackung oder verändern sich die Anforderungen, nach denen sie bewertet wurde, muss die Verpackungskonformität neu bewertet und aktualisiert werden. Zudem muss sie in der bzw. den Sprachen verfasst oder in diese übersetzt werden, die von jedem Mitgliedstaat gefordert werden, in dem die Verpackung in Verkehr gebracht wird – eine reine englische Fassung reicht somit nicht für jeden Markt aus.</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Häufige Fehler bei der PPWR-Konformitätserklärung</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Qualitätszertifikate als Ersatz betrachten</strong>: Ein ISO-9001-Zertifikat oder eine Konformitätserklärung für Lebensmittelkontakt ersetzt keine PPWR-Konformitätserklärung. Die Erklärung muss sich ausdrücklich auf die Verordnung (EU) 2025/40 beziehen.<br><br><strong>Eine einzige Erklärung für das gesamte Portfolio ausstellen</strong>: Anhang VIII verlangt, dass jede Erklärung einen spezifischen Verpackungstyp identifiziert. Eine pauschale Aussage wie „alle unsere Verpackungen“ erfüllt diese Anforderung nicht.<br><br><strong>Die Erklärung bei Änderungen nicht aktualisieren</strong>: Eine zum Zeitpunkt der Ausstellung korrekte Erklärung kann veralten, wenn sich die Verpackung ändert oder die darin genannten Normen aktualisiert werden. Da keine automatische Überprüfung ausgelöst wird, müssen Sie dies selbst im Blick behalten.<br><br><strong>Unterzeichnung in der falschen Rolle</strong>: Die Verantwortung verlagert sich in klar definierten Situationen. Der Lieferant eines Kleinstunternehmens wird zum Erzeuger, und ein Vertreiber nimmt diese Rolle ein, sobald er Verpackungen unter seiner eigenen Marke in Verkehr bringt. Wenn Sie hier einen Fehler machen, unterzeichnet die falsche Partei – oder gar niemand. Was passiert, wenn solche Dokumentationslücken bei einem Audit aufgedeckt werden, behandeln wir in <a href="https://paqr.com/de/recht/ppwr-nichteinhaltung-rechtliche-konsequenzen-entlang-der-lieferkette/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">unserem Beitrag über PPWR-Non-Compliance</a>.</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Häufig gestellte Fragen (FAQ)</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was ist eine PPWR-Konformitätserklärung?<br></strong>Eine schriftliche, selbst ausgestellte Erklärung des Erzeugers, die bestätigt, dass ein bestimmter Verpackungstyp die geltenden Anforderungen der Verordnung (EU) 2025/40 erfüllt – strukturiert gemäß Anhang VIII.<br><br><strong>Was ist der Unterschied zwischen der Konformitätserklärung und der technischen Dokumentation?<br></strong>Die Erklärung ist das unterzeichnete Ergebnis. Die gemäß Anhang VII erforderliche technische Dokumentation bildet die Nachweisgrundlage – inklusive Konstruktionszeichnungen, Materialspezifikationen und Prüfberichten.<br><br><strong>Wer unterzeichnet die PPWR-Konformitätserklärung?<br></strong>Der Erzeuger unter seiner alleinigen Verantwortung.<br><br><strong>Wie lange muss ich eine PPWR-Konformitätserklärung aufbewahren?<br></strong>5 Jahre für Einwegverpackungen und 10 Jahre für Mehrwegverpackungen, ab dem Datum, an dem die Verpackung in Verkehr gebracht wurde.<br><br><strong>Gibt es eine offizielle Vorlage für die PPWR-Konformitätserklärung?<br></strong>Nein, die Europäische Kommission stellt kein Formular zum Download bereit. Stattdessen gibt Anhang VIII der Verordnung (EU) 2025/40 die verbindliche 8-Punkte-Struktur direkt vor.</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Wie PAQR Ihnen helfen kann</h2>



<p class="wp-block-paragraph">PAQR unterstützt Sie dabei, die Daten hinter jedem Punkt der Anhang-VIII-Struktur zu erfassen, die Vollständigkeit Ihrer unterstützenden technischen Dokumentation zu überprüfen und die Konformitätserklärung zu erstellen. Sie können die DoC mit Partnern teilen und in 24 offiziellen EU-Sprachen herunterladen.<br><br>Klicken Sie auf „Kostenlos testen“, um Ihre kostenlose Testphase zu starten:</p>



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			</item>
		<item>
		<title>PPWR-Lieferantenpflichten: Die Anforderungen von Artikel 16 verstehen</title>
		<link>https://paqr.com/de/recht/ppwr-lieferantenpflichten-die-anforderungen-von-artikel-16-verstehen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marina Wieser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Sep 2026 13:10:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[RECHT]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://paqr.com/unkategorisiert/ppwr-supplier-obligations-understanding-article-16-requirements/</guid>

					<description><![CDATA[Artikel 16 der PPWR nimmt auch Lieferanten in die Nachweispflicht – nicht nur Erzeuger. Wir zeigen Ihnen, welche Daten Lieferanten gesetzlich bereitstellen müssen, was Erzeuger einfordern sollten und wer am Ende tatsächlich haftet. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Lesezeit: <strong>9</strong> Minuten</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32025R0040#art_16" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Artikel</a><a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32025R0040#art_16" target="_blank" rel="noopener"> 16</a> der EU-Verpackungsverordnung (PPWR) ist kurz, bildet aber den Schlüssel für einen erfolgreichen Datenaustausch in der Lieferkette. Er verpflichtet Lieferanten, dem Erzeuger alle Informationen und Unterlagen bereitzustellen, die dieser benötigt, um die Konformität der Verpackungen und Verpackungsmaterialien mit der Verordnung nachzuweisen. Dazu gehört auch die in Anhang VII genannte und in den Artikeln 5 bis 11 geforderte technische Dokumentation – in einer für den Erzeuger leicht verständlichen Sprache sowie in Papier- oder elektronischer Form. Bei kontaktempfindlichen Verpackungen erweitert ein zweiter Absatz diese Pflicht auf die Dokumentation, die nach den jeweils relevanten sektoralen Vorschriften erforderlich ist.<br><br>Die PPWR normiert eine Datenübermittlung als gesetzliche Pflicht jedes Lieferanten. Genau zu verstehen, was diese beinhalten, ist essenziell – ganz gleich, ob Sie Daten bereitstellen oder anfordern.</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Warum PPWR Artikel 16 entscheidend ist</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Erzeuger trägt die alleinige rechtliche Haftung für die Konformität einer Verpackung. Häufig stellt er die verwendeten Materialien jedoch nicht selbst her. Artikel 16 macht dieses Haftungsmodell in der Praxis überhaupt erst funktionsfähig: Er verpflichtet die Partei mit dem technischen Know-how – den Lieferanten –, ihr Wissen an die rechtlich haftende Partei – den Erzeuger – weiterzugeben. Wenn Sie Lieferant sind, hängt das rechtliche Risiko Ihres Kunden ab sofort direkt von der Vollständigkeit und Richtigkeit Ihrer Daten ab.</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Wen betrifft es</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gemäß <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=OJ:L_202600429" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Artikel 3(1) der PPWR</a> ist ein Lieferant jede natürliche oder juristische Person, die Verpackungen oder Verpackungsmaterialien an einen Erzeuger liefert. Der Lieferant fällt unter den übergeordneten Begriff des „Wirtschaftsakteurs“ – ebenso wie Erzeuger, Importeur, Händler, Bevollmächtigter, Endvertreiber und Fulfillment-Dienstleister. Jeder dieser Akteure unterliegt im Rahmen der Verordnung eigenen, spezifischen Pflichten.<br><br>Kontaktempfindliche Verpackungen – die Kategorie, die gemäß Artikel 16 Absatz 2 eine zweite Dokumentationsebene auslöst – umfassen Verpackungen für Produkte, die spezifischen EU-Sektorengesetzen unterliegen: Lebensmittelkontaktmaterialien, Lebensmittelkontaktmaterialien aus Kunststoff, recycelter Kunststoff für den Lebensmittelkontakt, Kosmetika, Human- und Tierarzneimittel, Medizinprodukte, Futtermittel sowie den Transport gefährlicher Güter. Wenn Sie Verpackungen für einen dieser Sektoren liefern, fordert Artikel 16 Absatz 2 ein Datenpaket von Ihnen, das sowohl die Anforderungen der PPWR als auch die Vorgaben des jeweiligen sektoralen Rechts abdeckt.</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Die Ausnahme für Kleinstunternehmen: Wenn der Lieferant zum Erzeuger wird</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In einem bestimmten Szenario übernimmt ein Akteur in der Rolle des Lieferanten zusätzliche Pflichten, die über Artikel 16 hinausgehen: Wenn ein Markeninhaber Verpackungen unter seinem eigenen Namen oder seiner Marke herstellen lässt, aber als Kleinstunternehmen gilt (mit weniger als 10 Mitarbeiter und höchstens 2 Millionen Euro Jahresumsatz oder Bilanzsumme gemäß Empfehlung 2003/361/EG) und sein Lieferant im selben Mitgliedstaat ansässig ist, gilt der Lieferant im Sinne von Artikel 15 Absatz 12 als Erzeuger.<br><br>Das bedeutet weit mehr als eine bloße Dokumentationspflicht – es ist eine vollständige Übertragung der rechtlichen Verantwortung: Der Lieferant führt die Konformitätsbewertung durch, erstellt die technische Dokumentation nach Anhang VII und unterzeichnet die EU-Konformitätserklärung im eigenen Namen. Wenn Sie Verpackungen an kleinere Kunden mit eigener Marke liefern, sollten Sie frühzeitig prüfen, ob diese unter die Schwelle für Kleinstunternehmen fallen. Die Verantwortung, die Sie für diese Kunden tragen, könnte deutlich über die Vorgaben von Artikel 16 hinausgehen.</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Welche Daten von Lieferanten jetzt und später angefordert werden</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Artikel 16 Absatz 1 verweist Lieferanten auf die Artikel 5 bis 11. Jeder dieser Artikel verlangt spezifische Nachweise und folgt einem eigenen Zeitplan.</p>



<figure class="wp-block-table"><table class="has-fixed-layout"><tbody><tr><td><strong>Artikel</strong></td><td><strong>Datenanfragen, auf die sich Lieferanten einstellen sollten</strong></td><td><strong>Umsetzungsdatum</strong></td></tr><tr><td><strong>Artikel 5</strong></td><td>Laborberichte zur Schwermetallkonzentration (Nachweis, dass Blei, Cadmium, Quecksilber und sechswertiges Chrom zusammen unter 100 mg/kg liegen) sowie Testergebnisse zum Gesamtfluorgehalt oder der PFAS-Freiheit (unter 25 ppb für gezielte PFAS) bei Materialien mit Lebensmittelkontakt.</td><td>August 2026</td></tr><tr><td><strong>Artikel 6</strong></td><td>Spezifikationen zu Polymer- und Materialreinheit, Zusammensetzung von Farbstoffen, Druckfarben, Klebstoffen und Barrierebeschichtungen sowie Daten zur Sortierkompatibilität, die für die Durchführung der Design-for-Recycling-Bewertung (DfR) und der Einstufung der Recyclingfähigkeit (Klassen A bis C) des Erzeugers erforderlich sind.</td><td>Januar 2030</td></tr><tr><td><strong>Artikel 7</strong></td><td>Zertifizierte Prozentangaben zum Rezyklatanteil aus Post-Consumer-Materialien (PCR) und Nachweise über die Herkunft des recycelten Kunststoffs für Verpackungskomponenten aus Kunststoff.</td><td>Januar 2030</td></tr><tr><td><strong>Artikel 9</strong></td><td>Zertifikate zur industriellen Kompostierbarkeit (wie die Einhaltung der EN 13432) für Kapseln/Pods, Fruchtetiketten und sehr leichte Kunststofftragetaschen.</td><td>Februar 2028</td></tr><tr><td><strong>Artikel 10</strong></td><td>Technische Zeichnungen, Daten zum Gewicht/Volumen-Verhältnis, Materialdichte, Wanddicke und strukturelle Toleranzdaten zum Nachweis, dass Gewicht und Volumen der Verpackung auf das für Sicherheit und Leistung erforderliche funktionale Mindestmaß reduziert wurden.</td><td>Januar 2030</td></tr><tr><td><strong>Artikel 11</strong></td><td>Prüfergebnisse zu Haltbarkeit, Reinigung und Wiederaufbereitung für wiederverwendbare Verpackungsformate.</td><td>August 2026 (für wiederverwendbare Formate)</td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Daten zu Inhaltsstoffen und Schwermetallen stehen heute im Fokus. Anfragen zu Recyclingfähigkeit, Rezyklatanteil und Kompostierbarkeit werden mit Blick auf die Jahre 2028 und 2030 deutlich zunehmen. Lieferanten, die schon jetzt eine Routine bei der Datenerfassung aufbauen, anstatt jede Frist einzeln abzuwarten, vermeiden es, in den nächsten vier Jahren dreimal erneut unter Zeitdruck zu geraten.</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Haften Nicht-EU-Lieferanten rechtlich – oder stehen sie lediglich unter Marktdruck?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Hier lohnt sich eine präzise Unterscheidung, denn beide Aspekte unterscheiden sich grundlegend. Die direkten Durchsetzungsmechanismen der PPWR – etwa Feststellungen der Marktüberwachung und die daraus folgenden Bußgelder nach Artikel 68 – richten sich an Wirtschaftsakteure mit Sitz oder Tätigkeit innerhalb der EU. Ein Nicht-EU-Lieferant, der selbst noch nie Verpackungen auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht hat, liegt weitgehend außerhalb des direkten Durchsetzungsbereichs der PPWR.Was die Einhaltung stattdessen erzwingt, ist rein wirtschaftlicher Natur. Artikel 16 erlegt die rechtliche Pflicht zur Beschaffung von Lieferantendaten dem EU-seitigen Erzeuger auf. Der EU-Importeur wiederum trägt nach Artikel 18 eine gleichwertige Pflicht zu prüfen, ob die Lieferkette eines Nicht-EU-Erzeugers ordnungsgemäß aufgestellt ist. Ein Erzeuger oder Importeur in der EU kann Verpackungen ohne diese Daten rechtlich nicht in Verkehr bringen. Der Druck auf Nicht-EU-Lieferanten ist somit vertraglich und kommerziell getrieben – bedingt durch das rechtliche Risiko ihrer Kunden und nicht durch den direkten Zugriff der Aufsichtsbehörden.</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Dokumenten-Checkliste für Lieferanten bei Datenanfragen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ein Erzeuger Daten zur PPWR-Konformität anfragt, reichen vage Aussagen wie „Unsere Materialien entsprechen dem EU-Recht“ nicht aus. Um die Anforderungen an die technische Dokumentation nach Anhang VII zu erfüllen, benötigen Erzeuger spezifische, prüfbereite Nachweise, die sie direkt ihren Unterlagen beifügen können. Wenn Sie den Datenaustausch an der exakten Anfrage und den konkret bereitstellbaren Dokumenten ausrichten, vereinfachen Sie die Compliance auf beiden Seiten und vermeiden unnötige E-Mail-Schleifen.</p>



<figure class="wp-block-table"><table class="has-fixed-layout"><tbody><tr><td><strong>Die Datenanfrage des Erzeugers</strong></td><td><strong>Dokumente &amp; Nachweise, die Sie bereitstellen können</strong></td></tr><tr><td>Material- &amp; Komponentenspezifikationen</td><td>Vollständige Stückliste (BOM), Rohstoff-Datenblätter, CAD- oder technische Fertigungszeichnungen sowie Aufschlüsselungen der chemischen Bestandteile.</td></tr><tr><td>Angewendete technische Standards</td><td>Dokumentierte Nachweise, die die Konformität mit den anwendbaren harmonisierten Normen (Artikel 36) oder gemeinsamen Spezifikationen (Artikel 37) ganz oder teilweise belegen.</td></tr><tr><td>Zusammenfassungen der Nachhaltigkeitsbewertung</td><td>Qualitative Zusammenfassungen und Materialdaten, die das Design für Recycling (Artikel 6), Bewertungen zur Verpackungsminimierung (Artikel 10) oder Kriterien für Wiederverwendbarkeit und Haltbarkeit (Artikel 11) stützen.</td></tr><tr><td>Laborprüfungen &amp; Testberichte</td><td>Laborprüfberichte zur Schwermetallkonzentration (die belegen, dass die Summe aus Blei, Cadmium, Quecksilber und sechswertigem Chrom unter 100 mg/kg liegt), Gesamtfluor- und PFAS-Prüfberichte (für Materialien mit Lebensmittelkontakt), Berichte zu Migrationstests sowie Analysen zur strukturellen Toleranz.</td></tr><tr><td>Sektorspezifische Sicherheitskonformität (sofern relevant)</td><td>Konformitätserklärungen (DoC) und unterstützende Sicherheitsdossiers gemäß den relevanten sektorspezifischen Vorschriften (wie der Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 oder Verordnung (EU) Nr. 10/2011 für Kunststoffe mit Lebensmittelkontakt oder der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 für Kosmetika).</td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Eine pauschale Aussage wie „Unsere Materialien sind konform“ reicht hierfür nicht aus. Was rechtlich standhält, ist eine Dokumentation, die der Erzeuger direkt seiner eigenen technischen Dokumentation beifügen kann, ohne zeitaufwendig nachhaken zu müssen.</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Warum die Vernetzung von Lieferanten und Erzeugern der Schlüssel zu einer erfolgreichen PPWR-Compliance-Strategie ist</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für Lieferanten besteht eine der größten Herausforderungen darin, unklare Anfragen und uneinheitliche Formate zu bewältigen. Kunden verlangen häufig pauschale „PPWR-Dokumente“, ohne die exakt benötigten Normen oder Laborberichte zu nennen. Anschließend sendet jeder Kunde ein anderes Fragebogen-Layout – was Lieferanten zwingt, dieselben technischen Daten für jede Anfrage manuell neu zu formatieren und einzureichen.<br><br>Für Erzeuger liegt die Hauptschwierigkeit darin, uneinheitliche Daten zu organisieren. Rückmeldungen treffen in unterschiedlichsten Dateiformaten ein und müssen manuell in interne Compliance-Systeme übertragen werden. Sind die Daten des Lieferanten vage oder unvollständig, verlieren Erzeuger wertvolle Zeit mit Nachfassaktionen, nur um die Unterlagen einer einzigen Verpackung zu vervollständigen.<br><br>Ein standardisierter, gemeinsamer Datenaustausch löst die Probleme beider Seiten:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Lieferanten</strong> erhalten klare, eindeutige Datenanforderungen und können ihre Spezifikationen einmalig hinterlegen, anstatt die Daten für jeden Kunden neu aufzubereiten.</li>



<li>Erzeuger <strong>erhalten</strong> strukturierte Daten, die direkt den Anforderungen von Anhang VII entsprechen. Das erübrigt die manuelle Dateneingabe und reduziert zeitintensiven E-Mail-Verkehr auf ein Minimum.</li>
</ul>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Was passiert, wenn Lieferantendaten fehlen oder fehlerhaft sind</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Fehlt die technische Dokumentation, ist sie unvollständig oder fehlerhaft, können Marktüberwachungsbehörden ein formelles Verfahren wegen Nichtkonformität einleiten. Fehlende Lieferantendaten entbinden den Erzeuger nicht von seinen eigenen Pflichten – die rechtliche Verantwortung verbleibt stets bei ihm, unabhängig davon, wo die Lücke entstanden ist. Die umfassenden <a href="https://paqr.com/de/recht/ppwr-nichteinhaltung-rechtliche-konsequenzen-entlang-der-lieferkette/" target="_blank" data-type="post" data-id="3550" rel="noreferrer noopener">Konsequenzen für jede Rolle in der Lieferkette</a> beschreiben wir ausführlich in unserem Beitrag zur PPWR-Nichtkonformität.</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Häufig gestellte Fragen</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was ist ein Lieferant im Sinne der PPWR?<br></strong>Jede natürliche oder juristische Person, die Verpackungen oder Verpackungsmaterialien an einen Erzeuger liefert. Er ist eine von sieben definierten Kategorien von Wirtschaftsakteuren im Rahmen der Verordnung.<br><br><strong>Kann ein Lieferant zum Erzeuger werden?<br></strong>Ja. Wenn ein Markeninhaber als Kleinstunternehmen gilt und sein Lieferant im selben Mitgliedstaat ansässig ist, gilt der Lieferant gemäß Artikel 15 Absatz 12 als Erzeuger. In diesem Fall übernimmt er die Konformitätsbewertung, die technische Dokumentation und die Konformitätserklärung in vollem Umfang.<br><br><strong>Müssen Nicht-EU-Lieferanten die PPWR direkt einhalten?<br></strong>Nicht im Sinne einer direkten EU-Durchsetzung. Die Durchsetzungsmechanismen der PPWR richten sich an Wirtschaftsakteure mit Sitz in der EU. Nicht-EU-Lieferanten stehen indirekt unter Zugzwang: Ihr EU-Kunde darf Verpackungen ohne ihre Daten rechtlich nicht in Verkehr bringen. Das erzeugt kommerziellen statt behördlichen Druck.<br><br><strong>Welche Daten werden 2026 von Lieferanten angefordert?<br></strong>Daten zu besorgniserregenden Stoffen und Schwermetallen sowie PFAS-Daten für alle Materialien mit Lebensmittelkontakt, da diese ab dem 12. August 2026 gelten. Anfragen zu Recyclingfähigkeit, Rezyklatanteil und Kompostierbarkeit werden mit Blick auf 2028 und 2030 deutlich zunehmen.</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Wie Lieferanten Compliance in einen Wettbewerbsvorteil verwandeln</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die PPWR sorgt für erheblichen administrativen Druck, bietet aber gleichzeitig eine klare kommerzielle Chance. Europäische Erzeuger stehen vor einer strengen rechtlichen Haftung, engen Umsetzungsfristen und umfassenden Dokumentationspflichten. Sie werden bevorzugt jene Lieferanten wählen, die Compliance einfach gestalten.<br><br>Lieferanten, die strukturierte, prüfbereite Daten bereitstellen, positionieren sich proaktiv als verlässliche Partner. In einem Markt, in dem fehlende Daten einen Produktstart verzögern können, wird die Compliance-Bereitschaft zum entscheidenden Vorteil, um Kundenbeziehungen zu sichern und neue Aufträge zu gewinnen.</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Wie PAQR Sie unterstützt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">PAQR verbindet Lieferanten und Erzeuger über zwei Tools, die den Datenaustausch für beide Seiten effizienter machen:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Datenanfrage-Portal</strong>: Erzeuger senden strukturierte Anfragen für bestimmte Komponenten direkt an den jeweiligen Lieferanten, der die Daten hält.
<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Für Erzeuger</strong>: Macht manuelle Dateneingaben überflüssig und speichert Rückmeldungen automatisch direkt im Compliance-Prüfpfad der Komponente.</li>



<li><strong>Für Lieferanten</strong>: Ersetzt unklare Anfragen durch präzise, spezifische Datenfelder. Lieferanten können unterstützende Dokumente rasch hochladen oder bereits vom Erzeuger eingegebene Daten einfach bestätigen.</li>
</ul>
</li>



<li><strong>Lieferantenkataloge</strong>: Lieferanten können verifizierte Spezifikationen für Komponenten, die wiederholt über mehrere Kunden oder Verpackungslinien hinweg angefragt werden, einmalig veröffentlichen.
<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Für Lieferanten</strong>: Erspart wiederkehrende Arbeit, da Kunden Spezifikationen aus einer einzigen, verifizierten Quelle selbst abrufen können.</li>



<li><strong>Für Erzeuger</strong>: Bietet sofortigen Zugriff auf vorverifizierte Compliance-Daten – ganz ohne manuelle Anfragen oder Wartezeiten auf E-Mail-Antworten.</li>
</ul>
</li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph">Erfahren Sie, wie unsere <a href="https://paqr.com/de/ppwr-loesung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">PPWR-Lösung</a> Sie noch heute dabei unterstützt, Ihre PPWR-Lieferantenpflichten zu erfüllen. Klicken Sie auf paqr.com auf „Kostenlos testen“, um Ihre kostenlose Testphase zu starten.</p>



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<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>PPWR-Rollenbestimmung: Welcher Wirtschaftsakteur sind Sie?</title>
		<link>https://paqr.com/de/recht/ppwr-rollenbestimmung-welcher-wirtschaftsakteur-sind-sie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marina Wieser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Sep 2026 07:14:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[RECHT]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://paqr.com/unkategorisiert/ppwr-role-determination-which-economic-operator-are-you/</guid>

					<description><![CDATA[Ihre PPWR-Rolle – ob Erzeuger, Importeur, Vertreiber oder Hersteller – ist keineswegs starr an Ihr Unternehmen gebunden. Sie wird für jede Verpackung individuell bestimmt. Genau diese Einstufung entscheidet darüber, wer die Konformitätserklärung unterzeichnet, wer sich für die EPR registriert und wer rechtlich haftet, falls etwas schiefgeht. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Lesezeit: <strong>7</strong> Minuten</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Dieser Artikel erläutert, wie die PPWR die Rollen der Wirtschaftsakteure zuweist, und bietet einen allgemeinen Überblick über die Kategorien Erzeuger, Importeur, Vertreiber und Hersteller. Er behandelt nicht jede Ausnahme oder jeden Spezialfall der Verordnung. Die Rollenbestimmung kann komplex sein – die korrekte Einstufung hängt von den spezifischen Gegebenheiten Ihrer Verpackung und Lieferkette ab. Wenn Sie unsicher sind, welche Rolle auf Sie zutrifft, konsultieren Sie den Rechtstext der Verordnung (EU) 2025/40 oder wenden Sie sich direkt an das PAQR-Team.</em></p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Jede Anforderung der <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=OJ:L_202500040" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR)</a>, Verordnung (EU) 2025/40, ist an eine konkrete Rolle geknüpft. Ob Ihr Unternehmen eine Konformitätserklärung ausstellen, sich in einem Herstellerregister eintragen oder vorgelagerte Konformitätsdokumente prüfen muss, beginnt mit einer einzigen Frage: Welche Rolle als Wirtschaftsakteur nehmen Sie für diese Verpackung ein?<br><br>Die PPWR-Rollenbestimmung bildet den Ausgangspunkt für jede weitere Compliance-Entscheidung. Liegen Sie hier von Anfang an falsch, betrifft das in der Regel jedes nachfolgende Dokument, jede Frist und jede Verpflichtung.<br><br>Dieser Beitrag erläutert die Rollen, die die PPWR entlang der Lieferkette zuweist, das maßgebliche Prinzip für deren Zuordnung sowie einen Schritt-für-Schritt-Weg, wie Sie Ihre Rolle für eine bestimmte Verpackung ermitteln.</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">PPWR-Rollen werden pro Verpackung zugewiesen, nicht pro Unternehmen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die PPWR stuft keine Unternehmen ein. Sie stuft Verpackungen ein – Einheit für Einheit.<br><br>In der Verordnung ist „Wirtschaftsakteur“ der allgemeine Oberbegriff für Rollen wie Erzeuger, Importeure, Vertreiber und Fulfilment-Dienstleister. „Hersteller“ hingegen ist ein separater, spezialisierter Compliance-Status, der gemäß Artikel 3 für die erweiterte Herstellerverantwortung (EPR) zugewiesen wird. Er gilt für denjenigen Erzeuger, Importeur oder Vertreiber, der ein verpacktes Produkt als Erster auf dem Gebiet eines bestimmten Mitgliedstaats bereitstellt.<br><br>Aus diesem Grund kann ein und dasselbe Unternehmen innerhalb seines Portfolios problemlos mehrere Rollen gleichzeitig einnehmen. Ein Betrieb agiert beispielsweise als Erzeuger für seine eigene Markenproduktlinie, als Importeur für eine zweite Produktlinie von außerhalb der EU und zeitgleich als Vertreiber für das Produkt eines Zulieferers aus der EU.<br><br>Deshalb müssen Sie die PPWR-Rollenbestimmung für jede einzelne Verpackung durchführen – und für den EPR-Herstellerstatus speziell für jeden Mitgliedstaat. Eine einzige, unternehmensweite Antwort auf die Frage „Was sind wir unter der PPWR?“ gibt es schlichtweg nicht.</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Die PPWR-Rollen auf einen Blick</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Jede Rolle bringt unterschiedliche Pflichten mit sich. Dies ist ein erster Überblick, keine vollständige Liste. Detaillierte Analysen zu jeder Rolle finden Sie unten verlinkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Erzeuger</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Definition</strong>: Gemäß Artikel 3 Absatz 1 Ziffer 13 diejenige Partei, die Verpackungen herstellt oder entwickeln bzw. herstellen lässt und sie unter ihrem eigenen Namen oder ihrer eigenen Marke vermarktet. Dazu gehören auch Markeninhaber, die verpackte Produkte unter ihrer eigenen Marke verkaufen. Pro Verpackung gibt es nur einen Erzeuger, dessen Unternehmens- und Kontaktdetails auf der Verpackung gemäß Artikel 15 Absatz 5 und 6 angegeben sein müssen.</li>



<li><strong>Das erfordert die Rolle</strong>: Die Konformitätsbewertung durchführen, die technische Dokumentation nach Anhang VII erstellen, die EU-Konformitätserklärung (DoC) unterzeichnen und diese Unterlagen nach dem Inverkehrbringen der Verpackung 5 Jahre lang (Einwegverpackungen) bzw. 10 Jahre lang (wiederverwendbare Verpackungen) aufbewahren.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Importeur</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Definition</strong>: Gemäß Artikel 3 Absatz 1 Ziffer 17 jede in der EU ansässige natürliche oder juristische Person, die Verpackungen aus einem Nicht-EU-Land („Drittland“) auf dem Unionsmarkt in Verkehr bringt.</li>



<li><strong>Das erfordert die Rolle</strong>: Vor dem Inverkehrbringen der Verpackung sicherstellen, dass der Erzeuger die Konformitätsbewertung und die technische Dokumentation abgeschlossen hat und eine Kopie der DoC 5 Jahre (Einweg) bzw. 10 Jahre (wiederverwendbar) aufbewahren. Die korrekte Kennzeichnung der Verpackung überprüfen, inklusive der Angaben des Erzeugers und der eigenen Unternehmens- und Kontaktinformationen gemäß Artikel 18 Absatz 3..</li>



<li><em>Besuchen Sie unseren <a href="https://paqr.com/de/recht/ppwr-importeurspflichten-was-sie-wissen-muessen/" target="_blank" data-type="post" data-id="7008" rel="noreferrer noopener">Importeur-Spotlight</a> für eine vollständige Übersicht der Importeurspflichten.</em></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vertreiber</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Definition</strong>: Gemäß Artikel 3 Absatz 1 Ziffer 18 jede natürliche oder juristische Person in der Lieferkette (wie Groß- oder Einzelhändler) außer dem Erzeuger oder Importeur, die Verpackungen auf dem EU-Markt bereitstellt.</li>



<li><strong>Das erfordert die Rolle</strong>: Vor dem Verkauf überprüfen, ob die Verpackung korrekt gekennzeichnet ist, ob Erzeuger und Importeur ihre Kontakt- und Identifikationsdaten auf der Verpackung angebracht haben und ob der Hersteller im nationalen EPR-Register des Bestimmungsortes eingetragen ist.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hersteller (EPR)</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Definition</strong>: Gemäß Artikel 3 Absatz 1 Ziffer 15 keine separate operative Rolle, sondern ein rechtlicher Status im Rahmen der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR). Dieser gilt für denjenigen Erzeuger, Importeur oder Vertreiber, der Verpackungen (oder verpackte Produkte) als Erster auf dem Gebiet eines bestimmten Mitgliedstaats bereitstellt.</li>



<li><strong>Das erfordert die Rolle</strong>: Sich gemäß Artikel 44 im nationalen Herstellerregister des jeweiligen Landes registrieren, jährlich Verpackungsmengen melden und nationale EPR-Recyclinggebühren gemäß Artikel 45 entrichten.</li>



<li><em>Erfahren Sie mehr darüber, was es bedeutet, Hersteller zu sein – werfen Sie einen Blick in unseren <a href="https://paqr.com/de/recht/der-ppwr-hersteller-was-der-begriff-bedeutet-und-warum-sie-bereits-einer-sein-koennten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hersteller-Spotlight</a>.</em></li>
</ul>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">So bestimmen Sie Ihre PPWR-Rolle</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gehen Sie dabei für jede Verpackungsart einzeln vor. Verkaufs- und Umverpackungen folgen einem gemeinsamen Pfad. Für Transportverpackungen wird der Erzeuger anders bestimmt, weshalb diese unten einen eigenen Pfad erhalten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Für Verkaufs- und Umverpackungen</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Erzeuger</strong>: Stellen Sie diese Verpackung physisch her oder lassen Sie sie unter Ihrer eigenen Marke entwerfen und fertigen? Wenn ja, sind Sie der Erzeuger und müssen gemäß Artikel 15 die Konformitätsbewertung durchführen sowie die Konformitätserklärung (DoC) ausstellen. (Hinweis: Wenn Sie die Verpackung eines anderen Anbieters mit Ihrer eigenen Marke versehen oder verändern, übernehmen Sie gemäß Artikel 21 ebenfalls die Pflichten des Erzeugers).<br><br><strong>Importeur</strong>: Führen Sie diese Verpackung zum ersten Mal aus einem Nicht-EU-Land in die EU ein? Wenn ja, sind Sie der Importeur und müssen sicherstellen, dass der Erzeuger seine Compliance-Unterlagen vollständig erstellt hat, sowie eine Kopie der DoC gemäß Artikel 18 in Ihren eigenen Unternehmensunterlagen aufbewahren.<br><br><strong>Lieferant</strong>: Liefern Sie leere Verpackungen oder Verpackungsmaterial oder -komponenten (wie Rohstoffe, Verschlüsse, Flaschen, Etiketten oder Farben) an einen Erzeuger? Wenn ja, sind Sie Lieferant und müssen dem Erzeuger gemäß Artikel 16 die technischen und Materialdaten bereitstellen, die er zum Nachweis der Konformität benötigt.<br><br><strong>Vertreiber</strong>: Kaufen und verkaufen Sie verpackte Produkte innerhalb der EU, ohne sie umzubenennen oder zu verändern? Wenn ja, sind Sie Vertreiber und müssen gemäß Artikel 19 überprüfen, ob die Verpackung korrekt gekennzeichnet ist, die Kontaktdaten von Erzeuger und Importeur trägt und der Hersteller für die EPR registriert ist.<br><br><strong>Fulfilment-Dienstleister</strong>: Lagern, verpacken oder versenden Sie Verpackungen oder verpackte Produkte für Dritte, ohne Eigentümer der Ware zu werden? Wenn ja, sind Sie Fulfilment-Dienstleister und müssen gemäß Artikel 20 sicherstellen, dass Ihre Lager- und Handhabungsbedingungen die Konformität nicht beeinträchtigen.<br><br>Trifft keines davon zu, gelten Sie für diese Verpackung nicht als Wirtschaftsakteur – und es greifen keine PPWR-Pflichten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Für Transportverpackungen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Trägt diese Transportverpackung (wie Paletten oder Kisten) Ihr Logo bzw. Ihre Marke oder wurde sie speziell für Ihre Marke oder ihr Produkt gestaltet? Trifft eines von beiden zu, gelten Sie rechtlich als Erzeuger dieser Transportverpackung. Wenn nicht, ist Ihr Verpackungslieferant der Erzeuger.<br><br>Vollständige Übersicht: <a href="https://paqr.com/de/industrie-guide/ppwr-transportverpackungen-wer-ist-fuer-die-konformitaetserklaerung-verantwortlich/" target="_blank" data-type="link" data-id="https://paqr.com/de/industrie-guide/ppwr-transportverpackungen-wer-ist-fuer-die-konformitaetserklaerung-verantwortlich/" rel="noreferrer noopener">PPWR-Transportverpackungen: Wer ist verantwortlich für die Konformitätserklärung?</a></p>



<h3 class="wp-block-heading">Separat zu prüfen: Sind Sie auch Hersteller?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Egal welche der obigen Rollen zutrifft: Stellen Sie sich für jeden Mitgliedstaat eine weitere Frage: Bin ich der Erste, der dieses verpackte Produkt auf dem Markt dieses konkreten Landes bereitstellt? Wenn ja (auch wenn Sie B2C über einen Webshop aus einem anderen Land verkaufen oder importierte Waren auspacken), gelten Sie im Rahmen der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) zusätzlich als „Hersteller“ – und müssen sich in diesem Mitgliedstaat registrieren sowie Verpackungsgewichte melden.</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Warum die richtige Rollenbestimmung entscheidend ist</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine klare Rollenbestimmung schafft ein solides Fundament für Ihre gesamte Compliance-Strategie. Sie stellt sicher, dass Konformitätserklärungen von den jeweils Verantwortlichen ausgestellt werden, EPR-Registrierungen in jedem Zielmarkt abgeschlossen sind und sich Ihre Produkte ohne rechtliche Hürden reibungslos durch die Lieferkette bewegen. Eine vollständige Übersicht über rollenspezifische Haftungsrisiken und regulatorische Anforderungen finden Sie in unserem Leitfaden zur <a href="https://paqr.com/de/recht/ppwr-nichteinhaltung-rechtliche-konsequenzen-entlang-der-lieferkette/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">PPWR-Nichtkonformität: Rechtliche Konsequenzen in der Lieferkette</a>.</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Häufig gestellte Fragen</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was ist ein Wirtschaftsakteur nach der PPWR?<br></strong>„Wirtschaftsakteur“ ist der regulatorische Oberbegriff für die Unternehmen in der Lieferkette. Unter der PPWR umfasst dies offiziell Erzeuger, Lieferanten, Importeure, Vertreiber, bevollmächtigte Vertreter und Fulfilment-Dienstleister. (Hinweis: „Hersteller“ ist ein separater, zusätzlicher Status im Rahmen der erweiterten Herstellerverantwortung).<br><br><strong>Ist eine PPWR-Rolle an ein Unternehmen oder an einen konkreten Verpackungsartikel gebunden?<br></strong>An den Verpackungsartikel. Ein und dasselbe Unternehmen kann gleichzeitig Erzeuger für einen Verpackungstyp, Importeur für einen zweiten und Vertreiber für einen dritten sein – und sogar für dieselbe Verpackung in verschiedenen Mitgliedstaaten einen unterschiedlichen Herstellerstatus haben.<br><br><strong>Wer ist Erzeuger nach der PPWR?<br></strong>Erzeuger ist in der Regel die Partei, die eine Verpackung unter ihrem eigenen Namen oder ihrer eigenen Marke herstellt oder deren Herstellung maßgeblich steuert. Bei Verkaufs- und Umverpackungen ist dies üblicherweise der Markeninhaber. Bei Transport-, Service- und Primärproduktionsverpackungen ist es normalerweise der Akteur, der die Verpackung fertigt – es sei denn, sie trägt das Branding oder entspricht den Spezifikationen des Nutzers.<br><br><strong>Wann wird ein Importeur nach der PPWR zum Erzeuger?<br></strong>Gemäß Artikel 21 gilt ein Importeur, der eine Verpackung unter seinem eigenen Namen oder seiner eigenen Marke in Verkehr bringt oder diese so verändert, dass die Konformität beeinträchtigt wird, als Erzeuger und übernimmt die sämtlichen Pflichten eines Erzeugers für diese Verpackung.<br><br><strong>Was ist der Unterschied zwischen Erzeuger und Hersteller nach der PPWR?<br></strong>Der Erzeuger trägt die Konformitätspflichten (die Konformitätserklärung und die technische Dokumentation) und wird einmalig pro Verpackungsartikel für den EU-Binnenmarkt bestimmt. Der Hersteller trägt die EPR-Pflichten (Registrierung, Meldung, EPR-Gebühren) und wird für jeden Mitgliedstaat separat bestimmt – je nachdem, wer die Verpackung dort als Erster bereitstellt. Oft vereint dasselbe Unternehmen beide Rollen, aber nicht immer.<br><br><strong>Kann ein Vertreiber nach der PPWR auch Hersteller sein?<br></strong>Ja. Wenn ein Vertreiber eine bestimmte Verpackung oder ein verpacktes Produkt als Erster innerhalb eines bestimmten Mitgliedstaats bereitstellt, übernimmt er dort neben seiner Vertreiberrolle auch den Herstellerstatus.</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Wie PAQR Sie unterstützt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sobald Ihre Rolle feststeht, verlagert sich die tägliche Arbeit auf die jeweiligen Dokumentationspflichten: Konformitätsdaten für Erzeuger, Prüfnachweise für Importeure und Vertreiber. PAQR bietet Ihnen einen zentralen Arbeitsbereich, um diese Dokumentation nach Verpackung und Markt zu organisieren. So liegen die Nachweise darüber, was für welchen Verpackungsartikel gilt, nicht mehr verstreut im E-Mail-Posteingang.<br><br>Klicken Sie auf paqr.com auf „Jetzt kostenlos testen“, um Ihre kostenlose Testversion zu starten.</p>



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			</item>
		<item>
		<title>PPWR und VerpV: EU- und Schweizer Verpackungsvorschriften im Vergleich</title>
		<link>https://paqr.com/de/recht/ppwr-und-verpv-eu-und-schweizer-verpackungsvorschriften-im-vergleich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marina Wieser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Aug 2026 10:41:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[RECHT]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://paqr.com/unkategorisiert/ppwr-and-verpv-how-eu-and-swiss-packaging-rules-compare/</guid>

					<description><![CDATA[Sowohl die PPWR als auch die VerpV zielen darauf ab, Verpackungsabfälle zu reduzieren – die EU und die Schweiz nutzen dafür jedoch sehr unterschiedliche Instrumente. Das muss die Geschäftsführung bei beiden Regelwerken im Blick behalten. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Lesezeit: <strong>5</strong> Minuten</p>



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<p class="wp-block-paragraph"><em>Ein strategischer Leitfaden für Entscheidungsträger zur EU-Verpackungsverordnung und der Schweizer Verpackungsverordnung 2026 (VerpV)</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=OJ:L_202500040" target="_blank" rel="noopener">EU-Verpackungsverordnung (PPWR)</a> und die <a href="https://www.fedlex.admin.ch/eli/oc/2026/358/de" target="_blank" rel="noopener">Schweizer Verpackungsverordnung (VerpV)</a> verfolgen dasselbe Ziel: Verpackungsabfälle zu reduzieren und eine funktionierende Kreislaufwirtschaft aufzubauen. Beide Regelwerke nutzen dafür jedoch sehr unterschiedliche Instrumente. Die EU setzt auf verbindliche Verbote und feste Quoten. Die Schweiz hingegen setzt auf Meldepflichten, Gebühren und Regelungen, die erst dann verschärft werden, wenn die Wirtschaft ihre eigenen Ziele verfehlt. Unternehmen, die verpackte Waren auf beiden Märkten vertreiben, müssen beide Regelwerke getrennt im Blick behalten – denn Konformität auf der einen Seite deckt die Anforderungen der anderen keineswegs ab.<br><br>Die PPWR (Verordnung (EU) 2025/40) wurde im Dezember 2024 verabschiedet und gilt seit dem 12. August 2026; weitere Anforderungen treten schrittweise bis 2040 in Kraft. Die VerpV wurde vom Schweizer Bundesrat am 24. Juni 2026 beschlossen und tritt am 1. Januar 2027 in Kraft. Sie löst die Verordnung über Getränkeverpackungen (VGV) aus dem Jahr 2000 ab. Beide Regelwerke gelten für Unternehmen, die Verpackungen auf den jeweiligen Märkten in Verkehr bringen – unabhängig von der Unternehmensgröße, auch wenn beide Verordnungen punktuelle Erleichterungen für kleinere Unternehmen vorsehen.</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Wo sich PPWR und VerpV einig sind</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die PPWR und die VerpV verfolgen drei zentrale Kernziele: Verpackungen auf das notwendige Minimum zu begrenzen, sie recyclingfähig zu gestalten und eine Meldepflicht für in Verkehr gebrachte Verpackungen einzuführen.<br><br><strong>Verpackungsminimierung</strong>. Beide Regelwerke begrenzen das Gewicht und das Volumen von Verpackungen auf das Maß, das für Sicherheit, Hygiene und Produktschutz erforderlich ist. Zudem verbieten beide Verordnungen Designelemente, die ein Produkt lediglich optisch vergrößern sollen. Gemäß PPWR (Artikel 10 und 24) gilt ab dem 1. Januar 2030 für Um-, Transport- und E-Commerce-Verpackungen ein maximaler Leerraumanteil von 50 %. Doppelwandungen, falsche Böden und andere Gestaltungselemente, die ausschließlich dazu dienen, das wahrgenommene Volumen zu vergrößern, sind ausdrücklich untersagt. Die VerpV (Artikel 3) stellt ab demselben Datum eine parallele Anforderung auf: Verpackungen müssen auf das von Sicherheit und Hygiene geforderte Maß beschränkt werden; Konstruktionen, die eine Verpackung künstlich aufblähen, sind verboten.<br><br><strong>Design für Recyclingfähigkeit</strong>. Beide Regelwerke verlangen, dass Verpackungen tatsächlich physisch recycelbar sind – eine rein theoretische Erfassbarkeit reicht nicht aus. Die PPWR (Artikel 6) führt ab dem 1. Januar 2030 Recyclingfähigkeitsklassen (A, B und C) ein. Verpackungen unterhalb der Klasse C dürfen nicht mehr auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht werden; ab 2038 bleiben nur noch die Klassen A und B zugelassen. Die VerpV (Artikel 3) fordert ab demselben Stichtag, dass Verpackungen technisch für Sammlung, Sortierung und hochwertiges Recycling geeignet sein müssen – verzichtet dabei jedoch auf das Buchstabensystem der EU.<br><br><strong>Meldepflichten und Herstellerverantwortung</strong>. In beiden Wirtschaftsräumen müssen Unternehmen die in Verkehr gebrachten Verpackungsmengen melden, wobei der Aufwand je nach Unternehmensgröße variiert. Die PPWR (Artikel 44 und 45) schreibt ein nationales Herstellerregister vor und verlangt eine jährliche Berichterstattung von jedem, der Verpackungen auf dem EU-Markt in Verkehr bringt. Für Kleinstunternehmen sieht die Verordnung administrative Erleichterungen vor. Die VerpV (Artikel 21 bis 24) fordert von Unternehmen die Meldung der Verpackungsgewichte nach Materialart. Die Schweiz beschränkt diese Pflicht jedoch auf Unternehmen mit einem Jahresumsatz von über 1 Million CHF, die jährlich mehr als 500 kg Verpackungen in Verkehr bringen.</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Wo sich PPWR und VerpV unterscheiden</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU regelt den Markt über direkte Verbote und feste Zahlen. Die Schweiz setzt dagegen auf Meldepflichten, Gebühren und bedingte Regeln, die erst dann verschärft werden, wenn die freiwilligen Ziele der Wirtschaft verfehlt werden. Auf vier Unterschiede sollten Manager besonders achten.<br><br><strong>Verbote vs. subsidiäre Regelungen</strong>. Die PPWR verbietet bestimmte Einweg-Kunststoffformate ab dem 1. Januar 2030 direkt – darunter Bündelungsfolien für Mehrfachpackungen, Verpackungen für frisches Obst und Gemüse unter 1,5 kg sowie Einwegbecher und -teller für den Verzehr vor Ort. Die VerpV verzichtet auf pauschale Verbote. Stattdessen verankert Artikel 4 eine subsidiäre Rücknahmepflicht: Unternehmen müssen Getränkekartons und Einweg-Kunststoffverpackungen am Point of Sale kostenlos zurücknehmen, sofern sie sich keinem kollektiven Branchen-Recyclingsystem anschließen. Zudem legt die Verordnung Mindestrecyclingquoten von 70 % für Getränkekartons und 55 % für Einweg-Kunststoffverpackungen fest. Verfehlt die Wirtschaft diese Quoten freiwillig, kann die Schweizer Regierung eine Pfandpflicht verhängen.<br><br><strong>Rezyklatanteil-Quoten</strong>. Die PPWR (Artikel 7) legt verbindliche Mindestprozentsätze für den Rezyklatanteil in Kunststoffen fest, die im Laufe der Zeit steigen. Für kontaktempfindliches PET wie Getränkeflaschen liegt die Quote bei 30 % bis 2030 und bei 65 % bis 2040. Andere kontaktempfindliche Kunststoffe müssen bis 2030 einen Anteil von 10 % erreichen, sonstige Kunststoffverpackungen 35 %. Die VerpV (Artikel 3) verlangt den größtmöglichen Anteil an Rezyklat, ohne eine feste Prozentzahl vorzugeben – die genaue Zahl richtet sich nach dem technisch und wirtschaftlich Machbaren.<br><br><strong>Pfandsysteme</strong>. Die PPWR (Artikel 50) verpflichtet alle EU-Mitgliedstaaten, bis zum 1. Januar 2029 ein Pfandsystem für Einweg-Kunststoffflaschen und Metalldosen bis zu 3 Litern einzuführen, mit dem Ziel einer getrennten Sammlung von 90 %. Die VerpV verfolgt einen engeren Ansatz: Mit Inkrafttreten der Verordnung gilt ein Pfand von mindestens 30 Rappen für Mehrweg-Getränkebehälter. Für Einwegglas, PET und Aluminium setzt die Schweiz eine Ziel-Recyclingquote von 75 % an; ein Pfand auf Einwegformate wird erst verpflichtend, wenn diese freiwillige Quote verfehlt wird.<br><br><strong>Die Schweizer Glasgebühr (VEG)</strong>. Die EU finanziert das Glasrecycling über öko-modulierte EPR-Gebühren, die in ihr allgemeines System der erweiterten Herstellerverantwortung eingebettet sind. Die Schweiz behält stattdessen eine gezielte vorgezogene Entsorgungsgebühr (VEG) auf Glas bei, die pro Flasche mit 1 bis 10 Rappen erhoben wird. Die Gebühr gilt bereits für Getränkeglas und wird ab dem 1. Januar 2028 auf Glasverpackungen für Lebensmittel und Kosmetika ausgeweitet.</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Wichtige Fristen für PPWR und VerpV</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Verordnungen treten schrittweise über mehrere Jahre hinweg in Kraft. Diese Termine sind für Ihre Planung am wichtigsten:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>1. Januar 2027</strong>: Die VerpV tritt in der Schweiz in Kraft und löst die Verordnung über Getränkeverpackungen (VGV) aus dem Jahr 2000 ab. Ab diesem Datum gilt ein Pfand von mindestens 30 Rappen auf Mehrweg-Getränkebehälter.</li>



<li><strong>1. Januar 2028</strong>: Die Schweizer Glasgebühr (VEG) wird auf Lebensmittel- und Kosmetikverpackungen ausgeweitet.</li>



<li><strong>12. August 2028</strong>: Die harmonisierte EU-weite Kennzeichnung der Materialzusammensetzung von Verpackungen wird verpflichtend.</li>



<li><strong>1. Januar 2029</strong>: Die EU-Pfandsysteme für Einweg-Kunststoffflaschen und Metalldosen müssen betriebsbereit sein.</li>



<li><strong>1. Januar 2030</strong>: Die EU-Verbote für bestimmte Einweg-Kunststoffformate, die Leerraumbeschränkung von 50 % und die ersten Quoten für den Rezyklatanteil treten in Kraft. Ab demselben Datum gelten die Schweizer Anforderungen an Minimierung und Recyclingfähigkeit.</li>



<li><strong>1. Januar 2031</strong>: Die Schweizer Meldepflichten sowie die subsidiären Rücknahmepflichten für Getränkekartons und Einweg-Kunststoffverpackungen werden rechtsverbindlich.</li>
</ul>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Was das für Unternehmen bedeutet, die auf beiden Märkten verkaufen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Schweizer Recht entbindet Unternehmen nicht von den EU-Regeln. Wenn Ihr Unternehmen seinen Sitz in der Schweiz hat, aber in die EU exportiert, gilt die PPWR für diese Verpackungen – unabhängig davon, was die VerpV im Inland verlangt. Die VerpV allein zu erfüllen, reicht für den EU-Markteintritt nicht aus. Umgekehrt genügt die Einhaltung der PPWR allein nicht für den Schweizer Markt, da die VerpV spezifische Melde- und Rücknahmepflichten enthält, die die PPWR so nicht vorsieht.<br><br>Drei Schritte helfen Ihnen bei der Vorbereitung auf die Stichtage im Jahr 2030, die in beiden Märkten gelten:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Verpackungsformate an beiden Regelwerken prüfen</strong>: Überprüfen Sie Ihre Verpackungen auf Verstöße gegen Leerraumbeschränkungen und Einweg-Kunststoffformate, die unter der PPWR direkt verboten werden, und prüfen Sie die Minimierungs- und Recyclingfähigkeitsregeln der VerpV separat.</li>



<li><strong>Anforderungen an den Rezyklatanteil je Markt nachverfolgen</strong>: Die Quoten der PPWR sind fest vorgegeben und steigen kontinuierlich. Die Anforderung der VerpV ist qualitativer Natur, doch die Nachfrage nach zertifiziertem Rezyklat wird in beiden Märkten bis 2030 spürbar steigen.</li>



<li><strong>Daten-Tracking auf Materialebene jetzt aufsetzen</strong>: Beide Verordnungen verlangen präzise Daten zu Verpackungsgewicht, -volumen und Materialzusammensetzung. Ein manuelles Tracking lässt sich kaum noch aufrechterhalten, sobald sich die EU- und Schweizer Meldepflichten überschneiden.</li>
</ol>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Häufig gestellte Fragen</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was ist der Unterschied zwischen der PPWR und der VerpV?<br></strong>Die PPWR setzt auf verbindliche EU-weite Verbote und feste Quoten, während die VerpV auf Meldepflichten, Gebühren und Regelungen setzt, die erst dann verschärft werden, wenn die Schweizer Wirtschaft ihre eigenen freiwilligen Ziele verfehlt. Beide Verordnungen zielen darauf ab, Verpackungsabfälle zu reduzieren und eine Kreislaufwirtschaft zu fördern – die EU regelt dies jedoch über direkte rechtliche Vorgaben, während die Schweiz auf bedingte, marktwirtschaftliche Mechanismen setzt.<br><br><strong>Wann tritt die VerpV in Kraft?<br></strong>Die VerpV tritt am 1. Januar 2027 in Kraft und löst die Schweizer Verordnung über Getränkeverpackungen (VGV) aus dem Jahr 2000 ab. Ab diesem Datum gilt ein Pfand von mindestens 30 Rappen auf Mehrweg-Getränkebehälter.<br><br><strong>Muss ein Schweizer Unternehmen die PPWR einhalten?<br></strong>Ja, sofern das Unternehmen verpackte Waren in die EU exportiert. Diese Verpackungen müssen die PPWR erfüllen – unabhängig davon, was die VerpV im Inland verlangt –, da die Einhaltung der VerpV allein für den EU-Markteintritt nicht ausreicht.<br><br><strong>Gibt es in der Schweiz ein Pfandsystem für Verpackungen?<br></strong>Die Schweiz schreibt ein Pfand von mindestens 30 Rappen derzeit nur für Mehrweg-Getränkebehälter vor, nicht für Einwegverpackungen. Ein Pfand auf Einwegverpackungen aus Glas, PET und Aluminium wird erst dann verpflichtend, wenn die freiwillige Recyclingquote von 75 % verfehlt wird.<br><br><strong>Legt die VerpV eine Prozentquote für den Rezyklatanteil fest, so wie es die PPWR tut?</strong><br>Nein. Die PPWR legt verbindliche Quoten fest – beispielsweise einen Rezyklatanteil von 30 % für kontaktempfindliche PET-Flaschen bis 2030, der bis 2040 auf 65 % steigt. Die VerpV verlangt lediglich den „größtmöglichen Anteil“ an Rezyklat auf Basis des technisch und wirtschaftlich Machbaren, ohne eine feste Kennzahl vorzugeben.</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Wie PAQR Sie unterstützt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">PAQR bietet Unternehmen einen zentralen, strukturierten Arbeitsbereich für das Management von Verpackungskomponentendaten. So verstreut sich die PPWR-Dokumentation nicht mehr doppelt über Excel-Tabellen und Lieferanten-E-Mails. Erfassen Sie Ihr Verpackungsportfolio ein einziges Mal, erstellen Sie eine Konformitätserklärung für den EU-Markt und halten Sie die zugrundeliegenden Materialdaten jederzeit bereit – so passen Sie diese mühelos an, wenn die Meldeanforderungen in anderen Regelwerken wie der VerpV steigen.<br><br>Klicken Sie auf paqr.com auf „Jetzt kostenlos testen“, um Ihre kostenlose Testversion zu starten:</p>



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			</item>
		<item>
		<title>PPWR-Importeurspflichten: Was Sie wissen müssen</title>
		<link>https://paqr.com/de/recht/ppwr-importeurspflichten-was-sie-wissen-muessen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marina Wieser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Aug 2026 12:51:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[RECHT]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://paqr.com/unkategorisiert/ppwr-importer-obligations-what-you-need-to-know/</guid>

					<description><![CDATA[Unter der PPWR sind Importeure keine passiven Empfänger konformer Verpackungen. Sie sind rechtliche Gatekeeper – sie verifizieren, dokumentieren und haften für alles, was die EU-Grenze passiert. Hier finden Sie die vollständige Übersicht der PPWR-Importeurspflichten.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Lesezeit: <strong>8</strong> Minuten</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gemäß der <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=OJ:L_202600429" target="_blank" rel="noreferrer noopener">EU-Verpackungsverordnung (PPWR) </a>tragen Importeure innerhalb der EU die rechtliche Verantwortung für jede Verpackung aus einem Nicht-EU-Land, die auf den Markt gelangt. Sie fungieren als Gatekeeper zwischen einem Nicht-EU-Erzeuger und dem EU-Markt – und die Verordnung nimmt sie entsprechend in die Pflicht.<br><br>Doch der Status als Importeur ist keineswegs starr: Er hängt stets von der konkreten Verpackung und der jeweiligen Transaktion ab. In diesem Beitrag erfahren Sie genau, wer als Importeur gilt, welche Verpflichtungen diese Rolle mit sich bringt und was erforderlich ist, um durchgehend konform zu bleiben – vom ersten Grenzübertritt bis hin zur mehrjährigen Pflicht zur Aufbewahrung von Dokumenten.</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Gelte ich unter der PPWR als Importeur?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sie gelten als Importeur, wenn Sie Verpackungen von außerhalb der EU auf dem EU-Markt in Verkehr bringen – unabhängig davon, ob die Verpackung leer ist oder bereits ein Produkt enthält. Das Entscheidende dabei: <strong>Der Importeurstatus wird pro Verpackung bestimmt, nicht pro Unternehmen</strong>.<br><br>Ein Erzeuger kann eigene Verpackungen für seine Produkte herstellen. Dasselbe Unternehmen kann jedoch auch Verpackungen von einem Lieferanten außerhalb der EU beziehen und in Verkehr bringen. Bei dieser Transaktion agiert das Unternehmen als Importeur und unterliegt den entsprechenden Importeurspflichten – selbst wenn es an anderer Stelle in der Lieferkette als Erzeuger auftritt.<br><br>Ebenso kann ein Vertreiber, der Verpackungen üblicherweise von EU-Lieferanten bezieht, gelegentlich eine Spezialverpackung aus Asien importieren. Für diese spezifische Lieferung schlüpft das Unternehmen in die Rolle eines Importeurs und muss Artikel 18 erfüllen (sowie Artikel 21, falls es diese importierte Verpackung unter dem eigenen Namen oder der eigenen Marke in Verkehr bringt).<br><br><strong>Die Kernerkenntnis</strong>: Die PPWR weist Rollen nicht Unternehmen zu, sondern einzelnen Transaktionen. Wenn Sie Verpackungen von außerhalb der EU beziehen und auf dem EU-Markt in Verkehr bringen, sollten Sie diesen Beitrag lesen und sicherstellen, dass diese spezifischen Verpackungen die folgenden Anforderungen erfüllen.</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Prüfpflichten vor dem Inverkehrbringen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gemäß <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=OJ:L_202500040#art_18" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Artikel 18 PPWR</a> liegt die Pflicht, ausschließlich Verpackungen in Verkehr zu bringen, die den Artikeln 5 bis 12 entsprechen, nicht allein beim Erzeuger. Sie erstreckt sich ausdrücklich auch auf Importeure.<br><br><strong>Konformitätsbewertung</strong>. Der Importeur muss sicherstellen, dass der Erzeuger im Drittland das Konformitätsbewertungsverfahren nach Artikel 38 durchgeführt und die gemäß Anhang VII erforderliche technische Dokumentation erstellt hat.<br><br><strong>Konformitätserklärung</strong>. Artikel 18 Absatz 7 verpflichtet den Importeur rechtlich dazu, eine Kopie der EU-Konformitätserklärung des Erzeugers aufzubewahren – und zwar 5 Jahre lang bei Einwegverpackungen sowie 10 Jahre lang bei wiederverwendbaren Verpackungen.<br><br><strong>Konformität der Kennzeichnung</strong>. Der Importeur muss sicherstellen, dass die Verpackung die nach Artikel 12 vorgeschriebenen harmonisierten Sortierhinweise trägt. Diese Kennzeichnungen werden ab 2028 verpflichtend. Die Pflicht greift somit schrittweise und gilt nicht sofort – sobald sie jedoch in Kraft tritt, liegt die Prüfpflicht beim Importeur.<br><br><strong>Identifizierung des Erzeugers</strong>. Der Importeur muss prüfen, ob der Erzeuger seinen Identifizierungspflichten nachgekommen ist: das Anbringen einer Typen-, Chargen- oder Seriennummer auf der Verpackung gemäß Artikel 15 Absatz 5 sowie die Angabe seines Namens, seines eingetragenen Handelsnamens oder seiner eingetragenen Marke und seiner Kontaktadresse gemäß Artikel 15 Absatz 6.<br><br><strong>Begleitunterlagen</strong>. Der Importeur muss sicherstellen, dass der Verpackung alle gesetzlich vorgeschriebenen Dokumente beiliegen.<br><br>Hat der Importeur Grund zu der Annahme, dass die Verpackung den Anforderungen der PPWR nicht entspricht, darf er sie nicht in Verkehr bringen.</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Rückverfolgbarkeit und Identifizierung des Importeurs</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sobald der Importeur die Verpackung in Verkehr bringt, muss er für die Marktüberwachungsbehörden unabhängig vom Erzeuger identifizierbar sein.<br><br><strong>Kontaktdaten</strong>. Der Importeur muss seinen eigenen Namen, seinen eingetragenen Handelsnamen oder seine eingetragene Marke sowie seine Postanschrift und – sofern verfügbar – elektronische Kommunikationsmittel auf der Verpackung angeben.<br><br><strong>Die Ausnahme für Begleitdokumente</strong>. Ist das Anbringen dieser Informationen auf der Verpackung nicht möglich, kann der Importeur sie über einen standardisierten, offenen, digitalen Datenträger (wie etwa einen QR-Code) oder auf einem dem verpackten Produkt beiliegenden Dokument bereitstellen. Integriert der Erzeuger bereits einen QR-Code in die Verpackung, um seinen eigenen <a href="https://paqr.com/de/industrie-guide/zwei-pflichten-nach-artikel-15-der-ppwr-die-erzeuger-oft-unterschaetzen-wie-ein-einziger-qr-code-beide-loest/" target="_blank" data-type="post" data-id="3946" rel="noreferrer noopener">Identifizierungs- und Kontaktdatenpflichten nach Artikel 15</a> nachzukommen, können die Kontaktdaten des Importeurs in der Regel auf demselben digitalen Datenträger hinterlegt werden – ein separater Datenträger ist dafür nicht erforderlich.<br><br><strong>Sorgfalt bei Lagerung und Transport</strong>. Solange sich die Verpackung in der Verantwortung des Importeurs befindet (egal ob leer oder bereits befüllt), muss er sicherstellen, dass die Lager- oder Transportbedingungen die Konformität mit den zentralen Nachhaltigkeits- und Kennzeichnungsanforderungen der Artikel 5 bis 12 nicht gefährden.</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Dokumentenaufbewahrung und Zusammenarbeit mit Behörden</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Compliance-Pflichten des Importeurs bestehen noch lange fort, nachdem die Verpackung in die EU-Lieferkette gelangt ist.<br><br><strong>Aufbewahrung von Dokumenten: Die 5/10-Jahre-Regel</strong>. Der Importeur muss eine Kopie der EU-Konformitätserklärung für die Marktüberwachungsbehörden bereithalten und sicherstellen, dass die technische Dokumentation des Erzeugers auf Anfrage vorgelegt werden kann. Diese Aufbewahrungsfrist beträgt 5 Jahre für Einwegverpackungen und 10 Jahre für wiederverwendbare Verpackungen, gerechnet ab dem Datum des Inverkehrbringens der Verpackung.<br><br><strong>Die 10-Tage-Rückmeldungsfrist</strong>. Reicht eine nationale Behörde ein begründetes Ersuchen um die technische Dokumentation oder den Konformitätsnachweis ein, muss der Importeur diese Unterlagen innerhalb von 10 Tagen bereitstellen – elektronisch sowie auf Verlangen in Papierform und in einer für diese Behörde leicht verständlichen Sprache.<br><br><strong>Korrekturmaßnahmen</strong>. Hat der Importeur Grund zu der Annahme, dass von ihm bereits in Verkehr gebrachte Verpackungen nicht konform sind, muss er unverzüglich Korrekturmaßnahmen ergreifen, um die Konformität herzustellen, die Verpackung zurückzunehmen oder zurückzurufen. Zudem muss er die zuständigen nationalen Marktüberwachungsbehörden über die vermutete Nichtkonformität und die ergriffenen Korrekturmaßnahmen informieren. Was bei Verstößen für die einzelnen Rollen auf dem Spiel steht und welche Bußgelder drohen, erklären wir in unserem <a href="https://paqr.com/de/recht/ppwr-nichteinhaltung-rechtliche-konsequenzen-entlang-der-lieferkette/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Beitrag zum Thema PPWR-Nichtkonformität</a>.</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Besondere strukturelle Aspekte: Niederlassungen und EPR</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zweigniederlassungen können keine Importeure sein</strong>. Eine EU-Zweigniederlassung eines Nicht-EU-Unternehmens besitzt in der Regel keine eigene Rechtspersönlichkeit und kann daher unter der PPWR rechtlich nicht die Rolle des Importeurs übernehmen. Wenn Ihr Nicht-EU-Unternehmen diese Pflichten direkt wahrnehmen möchte – anstatt europäischen Vertreibern oder Kunden schwere Haftungsrisiken als Importeur aufzubürden –, müssen Sie eine eigene, rechtlich selbstständige Tochtergesellschaft innerhalb der EU gründen, die als offizieller Importeur (Importer of Record) auftritt.<br><br><strong>EPR-Pflichten</strong>. Im Rahmen der PPWR gilt ein Importeur rechtlich als Hersteller, wenn er als Erster ein verpacktes Produkt oder leere Transport- oder Serviceverpackungen auf dem Gebiet eines bestimmten Mitgliedstaats bereitstellt. Das bedeutet: Sie müssen sich im Herstellerregister des jeweiligen Mitgliedstaats registrieren, jährlich Verpackungsgewichte melden und EPR-Entsorgungsgebühren entrichten. Diesen Status behandeln wir ausführlich in unserem <a href="https://paqr.com/de/recht/der-ppwr-hersteller-was-der-begriff-bedeutet-und-warum-sie-bereits-einer-sein-koennten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Beitrag zum Thema PPWR-Hersteller</a>, da der Status als Importeur und Hersteller häufig gleichzeitig auf ein und dasselbe Unternehmen zutrifft.</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">PPWR-Importeurspflichten auf einen Blick</h2>



<figure class="wp-block-table"><table class="has-fixed-layout"><tbody><tr><td><strong>Pflicht</strong></td><td><strong>Rechtsgrundlage</strong></td><td><strong>Anwendungszeitpunkt</strong></td></tr><tr><td>Konformitätsbewertung &amp; vom Erzeuger erstellte technische Dokumentation prüfen</td><td>Artikel 18 Abs. 2 Buchst. a (vgl. Artikel 38 &amp; Anhang VII)</td><td>Ab 12. August 2026</td></tr><tr><td>Identifizierung &amp; Kontaktdaten des Erzeugers auf der Verpackung oder via digitalen Datenträger prüfen</td><td>Artikel 18 Abs. 2 Buchst. d (vgl. Artikel 15 Abs. 5 &amp; 15 Abs. 6)</td><td>Ab 12. August 2026</td></tr><tr><td>Eigenen Importeurnamen, Handelsnamen und Postanschrift auf der Verpackung oder über einen digitalen Datenträger angeben</td><td>Artikel 18 Abs. 3</td><td>Ab 12. August 2026</td></tr><tr><td>Konformitätserklärung aufbewahren &amp; technische Dokumentation auf Anfrage bereitstellen</td><td>Artikel 18 Abs. 7</td><td>5 Jahre bei Einweg, 10 Jahre bei Wiederverwendung (ab 12. August 2026)</td></tr><tr><td>Begründeten Ersuchen nationaler Behörden innerhalb von 10 Tagen nachkommen</td><td>Artikel 18 Abs. 8</td><td>Innerhalb von 10 Tagen nach Anforderung (ab 12. August 2026)</td></tr><tr><td>Harmonisierte Sortierhinweise zur Materialzusammensetzung prüfen</td><td>Artikel 18 Abs. 2 Buchst. b (vgl. Artikel 12)</td><td>Verpflichtend ab 12. August 2028 (oder 24 Monate nach Erlass der Durchführungsrechtsakte)</td></tr><tr><td>Als „Hersteller“ registrieren und Daten melden, falls Auspacken oder Fernabsatz vorliegt</td><td>Artikel 44 &amp; 45</td><td>Pro Mitgliedstaat, sobald nationale Register starten (Übergangsregelungen gelten)</td></tr></tbody></table></figure>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Häufig gestellte Fragen</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was ist ein Importeur unter der PPWR?<br></strong>Ein Importeur ist jede natürliche oder juristische Person mit Sitz in der EU, die Verpackungen aus einem Drittland – ob leer oder mit einem Produkt befüllt – auf dem Unionsmarkt in Verkehr bringt. Eine Zweigniederlassung ohne eigene Rechtspersönlichkeit kann diese Rolle nicht übernehmen.<br><br><strong>Muss ein Importeur die Konformitätserklärung erstellen?<br></strong>Nein. Die alleinige Verantwortung für die Erstellung und Unterzeichnung der EU-Konformitätserklärung liegt beim Erzeuger. Die Pflicht des Importeurs besteht darin, nach dem Inverkehrbringen der Verpackung eine Kopie dieser ausgefüllten Konformitätserklärung für die Marktüberwachungsbehörden bereitzuhalten und sicherzustellen, dass die unterstützende technische Dokumentation des Erzeugers auf Anfrage vorgelegt werden kann.<br><br><strong>Wie lange muss ein Importeur die Verpackungsdokumentation aufbewahren?<br></strong>5 Jahre für Einwegverpackungen und 10 Jahre für wiederverwendbare Verpackungen, gerechnet ab dem Datum, an dem die Verpackung in Verkehr gebracht wurde.<br><br><strong>Wie schnell muss ein Importeur auf eine Behördenanfrage antworten?<br></strong>Innerhalb von 10 Tagen nach einem begründeten Ersuchen. Die Informationen sind elektronisch und auf Verlangen in Papierform sowie in einer für die Behörde leicht verständlichen Sprache bereitzustellen.<br><br><strong>Ist ein Importeur automatisch ein EPR-Hersteller?<br></strong>Häufig, aber nicht automatisch. Ein Importeur wird im Rahmen der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) speziell dann zum Hersteller, wenn er als Erster Verpackungen oder verpackte Produkte auf dem Gebiet eines bestimmten Mitgliedstaats bereitstellt.</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Wie PAQR Sie unterstützt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Konformitätsbewertung eines Nicht-EU-Erzeugers zu prüfen, seine Konformitätserklärung vorzuhalten und bereit zu sein, die technische Dokumentation innerhalb von 10 Tagen nach einer Anfrage vorzulegen: Das sind drei getrennte Pflichten, die allesamt darauf angewiesen sind, dass dieselben zugrundeliegenden Daten geordnet und aktuell vorliegen. PAQR bietet Ihnen einen zentralen Arbeitsbereich, um diese Dokumentation strukturiert nach Lieferant und Verpackungsformat zu erfassen und zu speichern. So wird eine Anfrage der Marktüberwachungsbehörde zu einem einfachen Abruf statt zu einer hektischen Suche.<br><br>Klicken Sie auf paqr.com auf „Jetzt kostenlos testen“, um Ihre kostenlose Testversion zu starten:</p>



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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Worauf Sie bei einem PPWR Compliance Tool achten müssen</title>
		<link>https://paqr.com/de/strategie/worauf-sie-bei-einem-ppwr-compliance-tool-achten-muessen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marina Wieser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Aug 2026 15:50:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Strategie]]></category>
		<category><![CDATA[RECHT]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://paqr.com/unkategorisiert/what-to-look-for-in-a-ppwr-compliance-tool/</guid>

					<description><![CDATA[Die Wahl eines PPWR Compliance Tools ist eine Entscheidung für viele Jahre. Erfahren Sie hier, was eine zukunftssichere Lösung von einer unterscheidet, die Sie schon nach einem Jahr wieder ersetzen müssen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Lesezeit: <strong>7</strong> Minuten</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die meisten Softwareentscheidungen treffen Sie anhand eines festen Anforderungskatalogs. Sie wissen, was das Produkt heute leisten muss, vergleichen eine Vorauswahl mit Ihren Anforderungen und wählen die am besten passende Lösung. Bei einem PPWR Compliance Tool ist das anders, denn die Anforderungen stehen noch nicht vollständig fest. Die <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=OJ:L_202500040" target="_blank" rel="noreferrer noopener">EU-Verpackungsverordnung</a> gilt ab dem 12. August 2026 (werfen Sie einen Blick auf <a href="https://paqr.com/de/strategie/ihre-ppwr-checkliste-fuer-den-12-august-2026/" target="_blank" data-type="post" data-id="3525" rel="noreferrer noopener">unsere Checkliste</a>, um zu erfahren, was bis dahin stehen muss). Doch die Einstufung der Recyclingfähigkeit, Vorgaben für Rezyklatanteile und harmonisierte Sortierhinweise werden schrittweise bis 2028 und 2030 eingeführt – viele Berechnungsmethoden muss die Europäische Kommission überhaupt erst noch definieren.<br><br>Das ist entscheidend: Die Verpackungsdaten, die Sie für Ihre erste Konformitätserklärung erheben, verlieren nach deren Unterzeichnung keineswegs an Wert. Dieselben Komponentenspezifikationen, Zertifikate Ihrer Lieferanten und Daten zur Materialzusammensetzung nutzen Sie 2028 für die Kennzeichnungspflichten erneut – und 2030 ebenso für die Einstufung der Recyclingfähigkeit und den Nachweis von Rezyklatanteilen. Ein wirklich tragfähiges PPWR Compliance Tool gibt diesen Daten ein dauerhaftes Zuhause. Es schafft ein Fundament, auf dem Sie jedes Jahr aufbauen – statt immer wieder bei null anzufangen.</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-group has-global-padding is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 class="wp-block-heading">Wichtige Evaluierungskriterien auf einen Blick:</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Datenarchitektur</strong>: Ein Verpackungsdatenmodell auf Komponentenebene – statt reiner Dokumentenanhänge.</li>



<li><strong>Langzeitspeicherung</strong>: Strukturiert für die fünf- bis zehnjährige Aufbewahrungsfrist, die die PPWR für Konformitätserklärungen und die technische Dokumentation vorschreibt.</li>



<li><strong>Zukunftssicherheit &amp; Erweiterbarkeit</strong>: Baut auf strukturierten Daten auf, die sich nahtlos an künftige Anforderungen wie den Digitalen Produktpass (DPP) und das Reporting zur Erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) anpassen lassen – weit über die heutige Konformitätserklärung hinaus.</li>



<li><strong>Kollaboration</strong>: Integrierte Unterstützung für mehrere Unternehmensstandorte und Sprachen sowie ein strukturierter Prozess, um Daten direkt bei Ihren Lieferanten anzufragen.</li>



<li><strong>Integration</strong>: Fügt sich nahtlos in Ihre bestehenden ERP- oder PLM-Systeme ein – ohne dass Sie Ihre IT-Landschaft massiv verändern müssen.</li>



<li><strong>Regulatorisches Tracking</strong>: Der Anbieter verfolgt neue Leitfäden und delegierte Rechtsakte der EU-Kommission aktiv und entwickelt die Software fortlaufend weiter – statt sich nur auf den ursprünglichen Verordnungstext zu stützen.</li>
</ul>
</div>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-group has-global-padding is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 class="wp-block-heading">Verpackungen als strukturierte Daten erfassen – nicht als reine Dokumentenablage</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Achten Sie bei der Evaluierung von Optionen auf ein Tool, das Verpackungen als strukturierte Komponenten abbildet. Es sollte Zertifikate von Lieferanten und Materialerklärungen direkt einzelnen Teilen zuordnen, anstatt sie als isolierte Dateien abzulegen.<br><br><strong>Warum das wichtig ist</strong>: Das Speichern von Dokumenten der Lieferanten ist essenziell – doch Dokumente brauchen Kontext, um langfristig nutzbar zu bleiben. Wenn Sie Zertifikate und Erklärungen auf Komponentenebene verknüpfen, behält jede Komponente ihre eigene Materialzusammensetzung, ihre Lieferanten-Details und ihren Compliance-Status. So lässt sie sich für jedes Produkt wiederverwenden, das dieses Bauteil nutzt.<br><br>Dieser strukturierte Ansatz sorgt dafür, dass Ihre Daten zukunftssicher bleiben. Die Datensätze auf Komponentenebene, die Sie für die ersten PPWR-Anforderungen bis August 2026 anlegen, werden zu einem langjährigen Fundament. Wenn ein Lieferant eine Rezeptur anpasst oder neue regulatorische Fristen anstehen, aktualisiert Ihr Team den zentralen Datensatz der Komponente nur ein einziges Mal. Alle Änderungen werden automatisch in Ihrem gesamten Verpackungsportfolio übernommen – ohne dass Sie wieder bei null anfangen müssen.</p>
</div>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-group has-global-padding is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 class="wp-block-heading">Mehr als nur Dateneingabe: Echte Kollaboration ermöglichen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Achten Sie bei der Evaluierung eines PPWR Compliance Tools darauf, ob es die spezifischen Arten der Zusammenarbeit unterstützt, die Ihr Unternehmen tatsächlich benötigt. Compliance findet selten im isolierten Raum statt. Die Software Ihrer Wahl sollte daher die Kommunikation sowohl innerhalb Ihrer Organisation als auch über Ihre gesamte Lieferkette hinweg vereinfachen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Interne Zusammenarbeit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Ihr Unternehmen über mehrere Gesellschaften, Marken oder Märkte hinweg agiert, arbeitet Ihr Compliance-Team selten als einzelne Einheit in nur einer Sprache an einem gemeinsamen Verpackungsportfolio. Wählen Sie ein PPWR Compliance Tool, das mehrsprachige Benutzeroberflächen unterstützt und flexible Unternehmensstrukturen abbilden kann. So passt sich die Software nahtlos an Ihre Organisation an – anstatt Sie in ein starr vorgegebenes Einzelnutzer-System zu drängen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Externe Zusammenarbeit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Prüfen Sie über interne Abläufe hinaus, wie das Tool die Kommunikation mit externen Partnern wie Ihren Lieferanten und nachgelagerten Geschäftspartnern steuert:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Vorgelagerte Lieferanten</strong>: Der Großteil der für die Compliance erforderlichen technischen Daten – wie Materialzusammensetzung, Rezyklatanteile und PFAS-Testergebnisse – liegt bei Ihren Lieferanten. Achten Sie auf eine Lösung, mit der Sie direkte Datenanfragen in der Muttersprache des Lieferanten versenden, den Antwortstatus in Echtzeit verfolgen und Datensätze bei Rezepturänderungen unkompliziert aktualisieren können – ohne dass sich Ihre Lieferanten auf einer komplexen Plattform registrieren müssen.</li>



<li><strong>Nachgelagerte Partner</strong>: Sobald Sie die Konformität festgestellt haben, müssen Sie die Ergebnisse teilen. Prüfen Sie, ob das Tool einen nahtlosen Export oder das direkte Teilen der finalen Konformitätserklärungen, der technischen Dokumentation und der Compliance-Status mit Handelspartnern, Vertreibern und Prüfstellen ermöglicht.</li>
</ul>
</div>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-group has-global-padding is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 class="wp-block-heading">Fügt sich nahtlos in Ihre bestehenden Systeme ein – ohne sie zu ersetzen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Verpackungsdaten sind in Ihrem Unternehmen meist schon vorhanden – sei es im ERP-System, auf einer PLM-Plattform oder in Spezifikationsblättern der Produktentwicklung. Achten Sie auf ein PPWR Compliance Tool, das Ihre bestehenden Daten (wie Materialnummern, Bezeichnungen, Lieferanten) importieren, mit weiteren Details anreichern und mit der passenden Compliance-Logik erweitern kann.<br><br><strong>Warum das wichtig ist</strong>: ERP-Systeme sind eher auf den Einkauf und die Bestandsverwaltung ausgelegt als auf komplexe regulatorische Anforderungen, während die manuelle Neueingabe von Daten eine redundante zweite Datenquelle schafft. Bevor Sie sich für eine Lösung entscheiden, sollten Sie die Importoptionen und die nativen Integrationsmöglichkeiten direkt prüfen, um sicherzustellen, dass sich das Tool nahtlos in Ihren bestehende Technologie-Stack einbinden lässt.</p>
</div>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-group has-global-padding is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 class="wp-block-heading">Prüfsichere Ergebnisse liefern und Daten 5 bis 10 Jahre lang aufbewahren</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das wesentliche Ergebnis der PPWR-Compliance ist kein internes Dashboard, sondern eine rechtsverbindliche Konformitätserklärung, die auf einer fundierten technischen Dokumentation basiert. Achten Sie auf ein Compliance Tool, das diese vollständigen Dokumentenpakete generiert und historische Datensätze über die geforderte Aufbewahrungsfrist von 5 bis 10 Jahren hinweg sicher aufbewahrt.<br><br><strong>Warum das wichtig ist</strong>: Marktüberwachungsbehörden fordern lückenlos nachvollziehbare, rechtssichere Nachweise. Stellen Sie bei der Evaluierung von Softwareoptionen sicher, dass die Plattform diese Kernfunktionen bietet:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Langfristige Datenaufbewahrung</strong>: Die PPWR schreibt vor, dass die technische Dokumentation nach dem Inverkehrbringen einer Verpackung 5 bis 10 Jahre lang abrufbar bleiben muss. Das Tool sollte es Ihnen ermöglichen, den exakten historischen Datensatz einer Komponente von vor fünf Jahren genauso einfach abzurufen wie die heute aktive Version.</li>



<li><strong>Vollständige Audit-Trails</strong>: Erstellte Dokumente müssen lückenlos nachvollziehbar sein. Das System sollte jede Aussage in einer Konformitätserklärung direkt auf die spezifischen Angaben des Lieferanten, Dokumente und Materialbewertungen zurückführen können, die zu diesem Zeitpunkt vorlagen.</li>



<li><strong>Unterstützung spezifischer Kennzeichnungspflichten</strong>: Spezifische Bestimmungen, wie die Anforderungen nach Artikel 15 an Verpackungskennzeichnungen und Kontaktdaten des Erzeugers, verlangen überprüfbare Primärdaten. Diese Pflichten lassen sich direkt auf der Verpackung effizient umsetzen. Erfahren Sie in unserer Analyse mehr darüber, wie <a href="https://paqr.com/de/industrie-guide/zwei-pflichten-nach-artikel-15-der-ppwr-die-erzeuger-oft-unterschaetzen-wie-ein-einziger-qr-code-beide-loest/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ein einziger QR-Code die zentralen Pflichten nach Artikel 15 erfüllt</a>.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verwaltung der aktuellen Dokumentation ist essenziell. Ebenso entscheidend ist es jedoch, ein Fundament zu wählen, das sich flexibel anpasst, wenn sich die PPWR und verwandte europäische Vorschriften weiterentwickeln.</p>
</div>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-group has-global-padding is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 class="wp-block-heading">Spezialisierte Verpackungslösungen vs. Breit angelegte ESG-Suiten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Ansätze – spezialisierte Verpackungsplattformen und breiter angelegte ESG-Compliance-Suiten – haben ihre Berechtigung. Welche Lösung am besten zu Ihnen passt, hängt von Ihrem bestehenden Software-Stack und Ihren vorrangigen Compliance-Zielen ab.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Breit angelegte ESG-Suiten</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nutzt Ihr Unternehmen bereits eine Enterprise-ESG-Plattform zur Verwaltung von CO₂-Fußabdrücken, CSRD-Berichten und allgemeinen Nachhaltigkeitskennzahlen? Dann kann ein ergänzendes Verpackungsmodul im selben System ein logischer Schritt sein. So bündeln Sie übergreifende Nachhaltigkeitsdaten an einem zentralen Ort. Wenn Sie diesen Weg wählen, prüfen Sie jedoch sorgfältig, ob das Verpackungsmodul die nötige technische Tiefe für die PPWR bietet – insbesondere bei Materialzusammensetzungen auf Komponentenebene und der Datenerfassung bei Lieferanten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Spezialisierte Verpackungsplattformen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Eine speziell für Verpackungen entwickelte Plattform bietet das detaillierte technische Fundament für all Ihre Anforderungen an die Verpackungskonformität, die sich im Laufe der Zeit weiterentwickeln, vereint in einer zentralen Datenbank mit einer intuitiven Benutzeroberfläche. Zunächst deckt sie unmittelbare Prioritäten wie die PPWR-Konformität und den Datenaustausch in der Lieferkette ab. Wenn sich die Anforderungen weiterentwickeln, skaliert dieses Fundament mühelos, um die Meldung von EPR-Gebühren zu unterstützen, Recyclingfähigkeitsbewertungen auf der Grundlage detaillierter Verpackungsdaten durchzuführen und digitale Produktpässe zu verwalten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was Sie in jedem Fall prüfen sollten:</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Kann das System Materialdaten auf der Ebene der einzelnen Komponente erfassen – inklusive mehrschichtiger Strukturen?</li>



<li>Unterstützt die Software Prozesse zur Datenerfassung bei Lieferanten, die speziell auf Verpackungsspezifikationen zugeschnitten sind?</li>



<li>Beherrscht das Tool verpackungsspezifische Berechnungen wie Leerraumquoten und Anforderungen an die Recyclingfähigkeit?</li>
</ul>
</div>



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<div class="wp-block-group has-global-padding is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 class="wp-block-heading">Schritt halten mit neuen regulatorischen Updates</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wählen Sie ein PPWR Compliance Tool, dessen Anbieter regulatorische Entwicklungen in der EU aktiv verfolgt und die Software-Logik automatisch anpasst, sobald neue Sekundärrechtsakte verabschiedet werden.<br><br><strong>Warum das wichtig ist</strong>: Die PPWR stützt sich stark auf delegierte Rechtsakte und Durchführungsbestimmungen, die schrittweise bis 2030 in Kraft treten. Zentrale Berechnungsmethoden – wie Formeln für die Leerraumquote, Kriterien für Recyclingfähigkeitsstufen und Standards zum Rezyklatnachweis – werden durch offizielle Leitfäden der EU-Kommission und Durchführungsrechtsakte kontinuierlich verfeinert.<br><br>Achten Sie bei der Anbieterauswahl darauf, wie die kontinuierliche Verfolgung neuer Vorschriften gelöst ist:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Automatische Updates der Systemlogik</strong>: Prüfen Sie, ob die Plattform ihre zugrunde liegenden Berechnungsmodelle automatisch aktualisiert, wenn neue Durchführungsrechtsakte verabschiedet werden, oder ob Ihr Team Regeln manuell neu konfigurieren muss.</li>



<li><strong>Geringerer interner Interpretationsaufwand</strong>: Die kontinuierliche regulatorische Überwachung durch den Softwareanbieter stellt sicher, dass Ihr Compliance-Team weniger Zeit mit der Interpretation von Gesetzestexten verbringt und mehr Zeit für die Steuerung Ihrer Verpackungsabläufe hat.</li>



<li><strong>Langfristige regulatorische Roadmap</strong>: Stellen Sie sicher, dass der Anbieter eine aktive Produktentwicklungs-Roadmap verfolgt, die an den anstehenden EU-Meilensteinen für 2028 und 2030 ausgerichtet ist.</li>
</ul>
</div>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-group has-global-padding is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 class="wp-block-heading">Einige Fragen, die Sie sich notieren sollten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Sie Softwareanbieter evaluieren, helfen Ihnen diese gezielten Fragen bei der Beurteilung, ob eine Plattform ein langfristiges Fundament für Ihr Unternehmen bietet:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Bildet die Software Verpackungen auf Komponentenebene ab oder nur auf Produktebene?</li>



<li>Ist Verpackungs-Compliance das Kernprodukt oder nur ein Modul innerhalb eines breiteren Systems?</li>



<li>Wie verfolgt und integriert der Anbieter neue Leitfäden und Durchführungsrechtsakte der EU-Kommission?</li>



<li>Können mehrere Gesellschaften, Marken und Sprachen innerhalb desselben Systems arbeiten?</li>



<li>Wie übermitteln Lieferanten ihre Daten und wie sieht dieser Prozess in der Praxis für sie aus?</li>



<li>Fügt sich die Software in Ihre bestehenden ERP- oder PLM-Systeme ein oder müssen Sie grundlegende Änderungen vornehmen?</li>



<li>Lässt sich eine erstellte Konformitätserklärung lückenlos auf die zugrunde liegenden Nachweise zurückführen?</li>
</ul>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Während eine Software-Demo Ihnen lediglich die Benutzeroberfläche zeigt, offenbart die Prüfung anhand dieser gezielten Fragen, ob der Anbieter ein Fundament für Ihre Verpackungsdaten schafft, auf dem Sie bis 2028 und 2030 nachhaltig aufbauen können.</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-group has-global-padding is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 class="wp-block-heading">Häufig gestellte Fragen</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Worauf sollte ich bei der Auswahl von PPWR-Software achten?</strong> <br>Achten Sie vor allem darauf, ob die Plattform Verpackungen als strukturierte Daten auf Komponentenebene abbildet – anstatt sie als reine PDFs abzulegen. Prüfen Sie zudem, ob sie sich nahtlos in Ihre bestehenden ERP-/PLM-Systeme integriert, historische Datensätze für die geforderten 5 bis 10 Jahre rechtssicher aufbewahrt und sich automatisch aktualisiert, sobald die EU-Kommission bis 2030 neue Leitfäden herausgibt. Evaluieren Sie außerdem, ob ein spezialisiertes Verpackungs-Tool oder eine breiter angelegte ESG-Suite besser zu den operativen Anforderungen Ihres Teams passt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Worauf sollte ich bei einem PPWR-Tool speziell für die Zusammenarbeit mit Lieferanten achten? <br></strong>Wählen Sie ein System, mit dem Sie strukturierte Datenanfragen in der Muttersprache Ihrer Lieferanten versenden können – ohne dass diese eigene Plattformlizenzen kaufen müssen. Das Tool sollte den Status von Rückmeldungen in Echtzeit nachverfolgen, fehlende Details direkt hervorheben und Rezepturänderungen im Zeitverlauf automatisch dokumentieren.</p>
</div>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Sie gerade Ihre eigene Vorauswahl treffen, dient Ihnen diese Übersicht direkt als Checkliste – auch für die Evaluierung der <a href="https://paqr.com/de/ppwr-loesung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">PPWR-Lösung von PAQR</a>.</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der PPWR-Hersteller: Was der Begriff bedeutet und warum Sie bereits einer sein könnten</title>
		<link>https://paqr.com/de/recht/der-ppwr-hersteller-was-der-begriff-bedeutet-und-warum-sie-bereits-einer-sein-koennten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marina Wieser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 May 2026 02:04:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[RECHT]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://paqr.com/?p=3571</guid>

					<description><![CDATA[Unter der PPWR ist der Status als „Hersteller“ ein rechtlicher Status, der weit mehr Unternehmen betrifft, als der Begriff vermuten lässt. Importeure, grenzüberschreitende Verkäufer und Händler können gleichermaßen darunter fallen – verbunden mit Registrierungspflichten, EPR-Verpflichtungen und jährlichen Berichtspflichten.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Lesezeit: <strong>3 </strong>Minuten</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Eines der häufigsten Missverständnisse im Zusammenhang mit der PPWR-Konformität ist die Definition des Begriffs „Herstellers“. Unter der neuen Verordnung hat dieser Status nichts damit zu tun, wer die Verpackung physisch herstellt. Es handelt sich um einen rechtlichen Status, der fest mit der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) verknüpft ist &#8211; und er betrifft einen weitaus größeren Kreis von Unternehmen, als die meisten erwarten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Beitrag zeigt auf, was der Status bedeutet, wie Sie feststellen, ob er für Sie gilt, und welche Meilensteine Sie in der Umsetzung beachten müssen.</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-group has-global-padding is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 class="wp-block-heading">Was ein „Hersteller“ tatsächlich ist</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Hersteller ist der Wirtschaftsakteur, der verpackte Produkte erstmals innerhalb eines bestimmten Mitgliedstaats auf dem Markt bereitstellt. Das kann ein Erzeuger sein, aber ebenso ein Importeur oder ein Händler. Der entscheidende Faktor ist, wer in einem bestimmten Staatsgebiet „den ersten Schritt“ macht. Die physische Produktion spielt dabei keine Rolle.</p>
</div>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-group has-global-padding is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 class="wp-block-heading">Sind Sie ein Hersteller?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sie gelten in einem Mitgliedstaat als Hersteller, wenn einer der folgenden Punkte auf Ihr Unternehmen zutrifft:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Sie importieren verpackte Waren.</strong> Wenn Sie verpackte Produkte aus einem anderen Mitgliedstaat oder einem Drittland kaufen und sie in Ihrem eigenen Mitgliedstaat bereitstellen, sind Sie der Hersteller in diesem Gebiet.</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Sie verkaufen grenzüberschreitend via E-Commerce.</strong> Wenn Sie direkt an Endnutzer in einem anderen Mitgliedstaat verkaufen, sind Sie der Hersteller im Bestimmungsland – unabhängig davon, wo Ihr Unternehmen ansässig ist.</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Sie packen Waren gewerblich aus.</strong> Wenn Ihr Unternehmen verpackte Produkte auspackt und Sie nicht der Endabnehmer sind, übernehmen Sie die Herstellerrolle für diese Verpackung.</li>



<li><strong>Eine wichtige Ausnahme: “Verkaufsstellen-Verpackungen”.</strong> Wenn Transport-, Verkaufs- oder Serviceverpackungen erst an der Verkaufsstelle befüllt werden (z. B. in einem lokalen Geschäft bereitgestellte Kunststofftragetaschen für Obst und Gemüse, oder eine Pommesbude, die ihr Produkt in Spitztüten aus Papier ausgibt), gilt der Hersteller, Importeur oder Händler, der die leere Verpackung ursprünglich geliefert hat, als Hersteller. Diese Ausnahme dient dazu, den Verwaltungsaufwand für kleine Betriebe zu reduzieren.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eine wichtige Ausnahme: “Verkaufsstellen-Verpackungen”.</strong> Wenn Transport-, Verkaufs- oder Serviceverpackungen erst an der Verkaufsstelle befüllt werden (z. B. in einem lokalen Geschäft bereitgestellte Kunststofftragetaschen für Obst und Gemüse, oder eine Pommesbude, die ihr Produkt in Spitztüten aus Papier ausgibt), gilt der Hersteller, Importeur oder Händler, der die leere Verpackung ursprünglich geliefert hat, als Hersteller. Diese Ausnahme dient dazu, den Verwaltungsaufwand für kleine Betriebe zu reduzieren.</p>
</div>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-group has-global-padding is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 class="wp-block-heading">Was Hersteller tun müssen</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Registrierung in jedem Mitgliedstaat:</strong> Hersteller müssen sich in jedem Land, in dem sie Verpackungen erstmals bereitstellen, im nationalen Herstellerregister anmelden. Ein Betrieb ohne Registrierung ist gesetzlich untersagt und kann zu einem Verkaufsverbot führen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Benennung eines Bevollmächtigten:</strong> Wenn Ihr Unternehmen außerhalb der EU ansässig ist und Sie verpackte Waren in einen EU-Mitgliedstaat verkaufen, müssen Sie einen lokalen Bevollmächtigten (AR) durch schriftliche Vollmacht benennen, um Ihren EPR-Verpflichtungen nachzukommen. Wenn Ihr Unternehmen innerhalb der EU ansässig ist, schreibt die Basis-PPWR einen lokalen AR vor, wenn Sie grenzüberschreitend in einen anderen Mitgliedstaat verkaufen. Ein derzeit anhängiger <a href="https://www.europarl.europa.eu/legislative-train/theme-a-new-plan-for-europe-s-sustainable-prosperity-and-competitiveness/file-omnibus-viii-environment-authorised-representative-for-epr" target="_blank" rel="noreferrer noopener">EU-Gesetzesvorschlag (COM(2025) 982)</a> zielt jedoch darauf ab, diese Anforderung an einen lokalen AR für in der EU ansässige Unternehmen bis 2035 auszusetzen. Unternehmen sollten die endgültige Verabschiedung dieses „Omnibus“-Pakets im Auge behalten, da stattdessen möglicherweise eine direkte nationale Registrierung gelten könnte.<strong>Erweiterte Herstellerverantwortung (EPR):</strong> Hersteller tragen die finanzielle und organisatorische Verantwortung für das Ende des Lebenszyklus von Verpackungen (Sammlung, Sortierung und Recycling). Meist erfolgt dies durch den Beitritt zu einer Organisation für Herstellerverantwortung (PRO).</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Finanzielle Garantie:</strong> Wenn Hersteller nicht einer Organisation für Herstellerverantwortung beitreten, sondern Ihre Verpflichtungen individuell erfüllen, müssen sie eine Genehmigung der zuständigen Behörde einholen und&nbsp; eine angemessene finanzielle Sicherheit&nbsp; vorhalten, um die Kosten der Abfallbewirtschaftung abzudecken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jährliche Berichterstattung:</strong> Hersteller müssen jährlich Berichte einreichen, in denen die Mengen und Kategorien der erstmals auf dem Markt bereitgestellten Verpackungen detailliert aufgeführt sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verbraucherinformation:</strong> Sie sind verpflichtet, Endnutzer über Abfallvermeidung, Mehrwegsysteme und die korrekte Entsorgung zu informieren.</p>
</div>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-group has-global-padding is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 class="wp-block-heading">Wie PAQR Sie unterstützt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erfüllung Ihrer Pflichten als Hersteller beginnt damit, dass Sie genau wissen, welche Verpackungen Sie in welchen Kategorien und Märkten in Verkehr gebracht haben.<br><br><strong>PAQR begleitet Sie bei diesem Prozess:</strong> Unser System bietet Ihnen einen zentralen Arbeitsbereich, um diese Daten nach Verpackungsformat und Markt zu organisieren. Wenn die jährliche Berichterstattung oder ein Audit ansteht, sind alle Informationen bereits strukturiert, revisionssicher und abrufbereit hinterlegt. So verwandeln Sie komplexe regulatorische Anforderungen in einen effizienten, digitalen Prozess.<br><br><strong>Sichern Sie sich Ihre rechtliche Compliance.</strong> Besuchen Sie paqr.com und starten Sie direkt Ihren kostenlosen Testzeitraum.<br></p>
</div>



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<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ihre PPWR Checkliste für den 12. August 2026</title>
		<link>https://paqr.com/de/strategie/ihre-ppwr-checkliste-fuer-den-12-august-2026/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marina Wieser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 May 2026 00:52:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Strategie]]></category>
		<category><![CDATA[RECHT]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://paqr.com/unkategorisiert/your-ppwr-compliance-checklist-for-august-12-2026/</guid>

					<description><![CDATA[Der 12. August 2026 markiert den ersten entscheidenden Meilenstein unter der PPWR. Diese Checkliste in vier Phasen zeigt auf, was Ihr Unternehmen vor dieser Frist vorbereitet haben muss -– von der Definition Ihrer rechtlichen Rolle bis hin zur rechtssicheren Ausstellung Ihrer Konformitätserklärung.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Lesezeit: <strong>4</strong> Minuten</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ab dem 12. August 2026 müssen Verpackungen, die auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht werden, die strengen chemischen Beschränkungen der PPWR erfüllen. Jeder Erzeuger von Verpackung oder verpackten Waren ist ab diesem Zeitpunkt verpflichtet, eine <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=OJ:L_202500040#art_39" target="_blank" rel="noreferrer noopener">gültige EU-Konformitätserklärung</a> vorzuhalten. Diese Checkliste begleitet Sie durch die vier Phasen, die Sie vor Ablauf der Frist bewältigen müssen.<br></p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-group has-global-padding is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 class="wp-block-heading">Phase 1: Bestimmung Ihrer rechtlichen Rolle und des EPR-Status</h2>



<p class="wp-block-paragraph">☐ <strong>Identifizieren Sie Ihre Rolle in der Lieferkette. </strong>Stellen Sie fest, ob die PPWR Ihr Unternehmen als Erzeuger (Sie produzieren Verpackungen oder verkaufen diese unter Ihrer eigenen Marke), Importeur (Sie führen Verpackungen in die EU ein) oder Händler (Sie stellen Verpackungen nach dem Hersteller oder Importeur auf dem Markt bereit) eingestuft hat. Ihre Rolle ist das Fundament Ihrer Compliance-Pflichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">☐ <strong>Prüfen Sie die „Marken-Regel“. </strong>Wenn Sie als Importeur oder Händler Verpackungen unter Ihrem eigenen Namen oder Markenzeichen verkaufen oder Verpackungen so verändern, dass die Konformität beeinträchtigt wird, stuft die PPWR Sie rechtlich als Hersteller ein. In diesem Fall übernehmen Sie die vollen Erzeugerpflichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">☐ <strong>Bestätigen Sie Ihren Status als Hersteller (EPR).</strong> Wenn Sie das erste Unternehmen sind, das Verpackungen in einem bestimmten Mitgliedstaat bereitstellt, gelten Sie unter der PPWR als Hersteller und müssen sich im nationalen EPR-Register dieses Landes anmelden. Da dies pro Mitgliedstaat gilt, kann der Vertrieb in mehrere Märkte entsprechende Mehrfachregistrierungen erfordern.</p>
</div>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-group has-global-padding is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 class="wp-block-heading">Phase 2: Bestandsaufnahme Ihres Verpackungsportfolios</h2>



<p class="wp-block-paragraph">☐ <strong>Unterteilen Sie Ihre Verpackungen nach Komponenten und Materialien.</strong> Kunststoffbehälter für Lebensmittel unterliegen anderen regulatorischen Anforderungen als Glas oder Karton. Erfassen Sie jede Verpackungseinheit präzise nach Komponente und Materialart, bevor Sie mit der eigentlichen Konformitätsbewertung beginnen.<br><br>☐ <strong>Bereiten Sie eine konsolidierte Konformitätserklärung vor.</strong> Die PPWR verlangt eine einzige EU-Konformitätserklärung, die alle anwendbaren Unionsrechtsakte abdeckt – einschließlich überschneidender Richtlinien und harmonisierter Normen. Eine Lücke in nur einem dieser Punkte kann die Rechtsgültigkeit des gesamten Compliance-Dossiers gefährden.</p>
</div>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-group has-global-padding is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 class="wp-block-heading">Phase 3: Prüfung von Lebensmittelkontakt-Verpackungen auf chemische Beschränkungen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die chemischen Beschränkungen zum 12. August 2026 beziehen sich spezifisch auf Lebensmittelkontakt-Verpackungen. Sollten Ihre Verpackungen mit Lebensmitteln in Berührung kommen, ist der vollständige Abschluss dieser Phase zwingend erforderlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">☐ <strong>Identifizieren Sie alle Lebensmittelkontakt-Verpackungen in Ihrem Portfolio.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">☐ <strong>Überprüfen Sie die Grenzwerte für Schwermetalle.</strong> Stellen Sie sicher, dass Dokumentationen vorliegen, die belegen, dass die Summe der Konzentration von Blei, Cadmium, Quecksilber und sechswertigem Chrom 100 mg/kg nicht überschreitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">☐ <strong>Beachten Sie die Regel zum Gesamtfluorgehalt.</strong> Wenn der Gesamtfluorgehalt (TF) Ihrer Verpackung 50 mg/kg überschreitet, müssen Sie Unterlagen einholen, die nachweisen, dass der Fluoranteil nicht aus PFAS-Quellen stammt. Eine einfache Materialerklärung ist hierfür nicht ausreichend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">☐ <strong>Sichern Sie sich PFAS-Erklärungen von Ihren Lieferanten.</strong> Sie benötigen strukturierte Testergebnisse, die bestätigen, dass die PFAS-Konzentrationen folgende Werte unterschreiten:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>25 ppb für einzelne gezielte PFAS</li>



<li>250 ppb für die Summe der gezielten PFAS</li>



<li>50 ppm für Gesamt-PFAS, einschließlich polymerer PFAS</li>
</ul>
</div>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-group has-global-padding is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 class="wp-block-heading">Phase 4: Abschluss Ihrer Dokumentation</h2>



<p class="wp-block-paragraph">☐ <strong>Erstellen Sie Ihre technische Dokumentation gemäß Anhang VII.</strong> Sammeln Sie alle Konformitätsbewertungen und unterstützenden Belege, die nachweisen, dass Ihre Verpackung die Nachhaltigkeits- und Sicherheitsanforderungen der PPWR erfüllt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">☐ <strong>Stellen Sie die EU-Konformitätserklärung aus.</strong> Basierend auf Ihrer fertigen technischen Dokumentation stellen Sie die formelle EU-Konformitätserklärung aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">☐ <strong>Richten Sie Ihr System zur Aufbewahrung ein.</strong> Die Konformitätserklärung und die technische Dokumentation müssen den nationalen Behörden über folgende Zeiträume zur Verfügung stehen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>5 Jahre für Einwegverpackungen</li>



<li>10 Jahre für Mehrwegverpackungen</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Importeure müssen eine Kopie der Konformitätserklärung über dieselben Zeiträume vorhalten.</p>
</div>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-group has-global-padding is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 class="wp-block-heading">Wie PAQR Sie unterstützt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Umsetzung dieser Checkliste erfordert das Management enormer Datenmengen von Lieferanten sowie die strukturierte Speicherung von Compliance-Dokumenten und technischen Dateien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">PAQR begleitet Sie bei jedem Schritt: Über unser Lieferanten-Anfrageportal fordern Sie PFAS-Erklärungen, Schwermetall-Zertifikate und Materialdokumentationen direkt bei Ihren Lieferanten an. Alle Antworten werden zentral, prüfsicher und direkt verknüpft mit Ihren Komponentendaten in einem digitalen Arbeitsbereich gespeichert. Sobald Ihre technischen Unterlagen vollständig sind, können Sie Ihre Konformitätserklärung direkt über unsere Plattform generieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sichern Sie sich Ihren Vorsprung bei der PPWR-Umsetzung.</strong> Besuchen Sie paqr.com und starten Sie direkt Ihren kostenlosen Testzeitraum:</p>
</div>



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<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Beschränkungen nach PPWR für PFAS: Was Teams für Lebensmittelkontakt-Verpackungen wissen müssen</title>
		<link>https://paqr.com/de/recht/ppwr-pfas-beschraenkungen-was-teams-fuer-lebensmittelkontakt-verpackungen-wissen-muessen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marina Wieser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 May 2026 00:00:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[INDUSTRIE GUIDE]]></category>
		<category><![CDATA[RECHT]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://paqr.com/unkategorisiert/ppwr-pfas-restrictions-what-food-contact-packaging-teams-need-to-know/</guid>

					<description><![CDATA[Die PPWR führt zum 12. August 2026 strenge PFAS-Konzentrationsgrenzwerte für Lebensmittelkontakt-Verpackungen ein. Erfahren Sie hier alles Wichtige über die Schwellenwerte, die „Gesamtfluor-Regel“ und die Lieferantendaten, die Ihr Team vor Ablauf der Frist zwingend vorhalten muss.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Lesezeit: <strong>6</strong> Minuten</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ab dem 12. August 2026 müssen Verpackungen mit Lebensmittelkontakt, die auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht werden, spezifische PFAS-Konzentrationsgrenzwerte gemäß <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=OJ:L_202500040" target="_blank" rel="noreferrer noopener">der EU-Verpackungsverordnung (EU) 2025/40</a>, auch “PPWR” genannt, einhalten. Die Schwellenwerte sind präzise definiert, die Datenanforderungen anspruchsvoll – und die Dokumentationspflicht liegt direkt bei Ihrem Unternehmen und Ihrer Lieferkette als Erzeuger.<br><br>Dieser Beitrag beleuchtet die PFAS-Beschränkungen, auf die sich Ihr Team vorbereiten muss, welche Lieferantendaten Sie sichern müssen und wie Sie Ihre technische Dokumentation vor dem Meilenstein im August strukturiert aufbauen.</p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-group has-global-padding is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 class="wp-block-heading">1. Wie die PPWR PFAS definiert</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bevor Sie Daten bei Ihren Lieferanten anfragen, ist ein gemeinsames Verständnis der Zielsetzung entscheidend. Unter <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=OJ:L_202500040#art_5" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Artikel 5 der PPWR</a> wird PFAS als jede Substanz definiert, die mindestens ein vollfluoriertes Methyl- (CF3-) oder Methylen- (-CF2-) Kohlenstoffatom enthält, ohne dass Wasserstoff, Chlor, Brom oder Jod daran gebunden sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Definition enthält spezifische Ausnahmen. Ihr Verpackungseam sollte die genauen chemischen Strukturen Ihrer Materialien mit diesen Ausnahmen abgleichen, bevor Sie finale Schlüsse ziehen.</p>
</div>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-group has-global-padding is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 class="wp-block-heading">2. Die drei kritischen PFAS-Schwellenwerte</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ab dem 12. August 2026 dürfen Lebensmittelkontakt-Verpackungen nicht mehr in Verkehr gebracht werden, wenn die PFAS-Konzentrationen einen der folgenden Grenzwerte erreichen oder überschreiten:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>25 ppb für jedes einzelne PFAS</strong>, gemessen mittels gezielter PFAS-Analyse. Polymere PFAS sind von dieser Messung ausgenommen.</li>



<li><strong>250 ppb für die Summe der PFAS</strong>, gemessen als Summe der gezielten PFAS-Analyse. Auch hier sind polymere PFAS ausgenommen.</li>



<li><strong>50 ppm für Gesamt-PFAS.</strong> Dieser Schwellenwert ist breiter gefasst und schließt polymere PFAS explizit ein.es polymeric PFAS.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Die Unterscheidung ist wichtig: Während die gezielte Analyse spezifische Verbindungen abdeckt, erfasst die Gesamt-PFAS-Analyse auch Materialien, die bei einer rein gezielten Prüfung fälschlicherweise als konform erscheinen könnten. Ihre technische Dokumentation muss alle drei Ebenen rechtssicher abdecken.<br></p>
</div>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-group has-global-padding is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 class="wp-block-heading">3. Die „Gesamtfluor-Falle“</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dies ist der Punkt, an dem viele Teams vor Herausforderungen stehen. Wenn der Gesamtfluorgehalt eines Verpackungsmaterials 50 mg/kg überschreitet, kann nicht automatisch von Konformität ausgegangen werden. <br><br>An diesem Punkt ist der Hersteller oder Importeur gesetzlich verpflichtet nachzuweisen, welcher Anteil dieses Fluors aus PFAS stammt und welcher nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Praxis bedeutet das: Eine Standard-Materialerklärung Ihres Lieferanten reicht nicht aus. Sie benötigen eine Dokumentation, die präzise zwischen PFAS-basiertem Fluor und fluorhaltigen Quellen ohne PFAS-Bezug differenziert. Diese Aufschlüsselung muss integraler Bestandteil Ihrer technischen Unterlagen nach Anhang VII sein.</p>
</div>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-group has-global-padding is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 class="wp-block-heading">4. Weitere chemische Beschränkungen im Blick<br></h2>



<p class="wp-block-paragraph">PFAS ist technisch am anspruchsvollsten, doch Ihr Compliance-Dossier muss zwei weitere Bereiche abdecken:<br></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Schwermetalle:</strong> Die kombinierte Konzentration von Blei, Cadmium, Quecksilber und sechswertigem Chrom darf <strong>100 mg/kg</strong> nicht überschreiten. Dieser Grenzwert gilt für die Summe aller vier Metalle.</li>



<li><strong>Bisphenol A (BPA):</strong> Für Lebensmittelverpackungen und Materialien mit Lebensmittelkontakt gilt ein umfassendes Verbot von BPA. Unter Berücksichtigung der 18-monatigen allgemeinen Übergangsfrist ist die Gestaltung BPA-freier Lieferketten unter Einhaltung der neuen chemischen Grenzwerte der PPWR eine weitere vorrangige Aufgabe im Hinblick auf die Einhaltung der Vorschriften für das Jahr 2026. Falls BPA in Ihrer technischen Dokumentation noch nicht berücksichtigt wurde, sollte dies nachträglich erfolgen.</li>
</ul>
</div>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-group has-global-padding is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 class="wp-block-heading">5. Was Sie von Ihren Lieferanten fordern müssen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Da viele Lieferanten diese Detailtiefe noch nicht gewohnt sind, benötigen sie klare Vorgaben. Ihre technischen Unterlagen müssen für jedes Material mit Lebensmittelkontakt Folgendes enthalten:<br><br><br><em>Für PFAS:</em></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ergebnisse gezielter PFAS-Analysen (einzelne Verbindungen in ppb).</li>



<li>Summe der PFAS-Konzentrationen.</li>



<li>Gesamt-PFAS-Messung in ppm (inkl. polymerer PFAS).</li>



<li>Bei Gesamtfluor über 50 mg/kg: Eine detaillierte Aufschlüsselung der Fluor-Quellen.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Für Schwermetalle:</em></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Bestätigungen oder Testergebnisse, die eine kombinierte Konzentration unter 100 mg/kg belegen.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Für BPA:</em></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Konformitätserklärung gemäß Anhang III der Verordnung (EU) Nr. 2024/3190 der Kommission, in der die BPA-freie Zusammensetzung bestätigt wird oder die Verwendung von BPA innerhalb der zulässigen Grenzwerte dokumentiert wird.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Bitte fordern Sie diese in einem strukturierten Format an, das als Teil Ihrer formalen technischen Dokumentation gespeichert und abgerufen werden kann.</p>
</div>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-group has-global-padding is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 class="wp-block-heading">Wie PAQR Sie unterstützt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die PFAS-Dokumentation ist vor allem eine Herausforderung in der Datenorganisation. Lieferanten müssen wissen, was sie senden sollen, und Sie benötigen einen strukturierten Ort für die revisionssichere Speicherung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>PAQR begleitet Sie bei jedem Schritt:</strong> Über unser Lieferanten-Anfrageportal senden Sie gezielte Datenabfragen direkt an Ihre Partner. Alle Antworten werden zentral und direkt verknüpft mit Ihren Komponentendaten in einem digitalen Arbeitsbereich gespeichert. <br><br>Wenn Sie bereit sind, Ihre Konformitätserklärung zu erstellen, fließen die gesammelten Daten direkt in den Prozess ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besuchen Sie <a href="https://paqr.com/de/" target="_blank" data-type="page" data-id="2284" rel="noreferrer noopener">paqr.com/de</a> und starten Sie heute Ihren kostenlosen Testzeitraum:</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Klarheit bei den PPWR-Wiederverwendungsquoten: Neue Ausnahme für Palettenumhüllungen und Umreifungsbänder wurde am 6. Mai 2026 veröffentlicht</title>
		<link>https://paqr.com/de/industrie-update/klarheit-bei-den-ppwr-wiederverwendungsquoten-neue-ausnahme-fuer-palettenumhuellungen-und-umreifungsbaender-wurde-am-6-mai-2026-veroeffentlicht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marina Wieser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 May 2026 23:27:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Industrie Update]]></category>
		<category><![CDATA[INDUSTRIE GUIDE]]></category>
		<category><![CDATA[RECHT]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://paqr.com/unkategorisiert/clarity-on-ppwr-reuse-the-exemption-for-pallet-wrappings-and-straps-was-officially-published-on-may-6-2026/</guid>

					<description><![CDATA[Brüssel sorgt für Entlastung: Palettenumhüllungen und Umreifungsbänder wurden von der 100 % Mehrweg-Verpflichtung der PPWR für unternehmensinterne Transfers und inländische B2B-Transporte ausgenommen. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph">Lesezeit: <strong>4 </strong>Minuten</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Der Übergang zur Verpackungsverordnung (PPWR) wird von Herstellern und Lieferanten oft als große Hürde wahrgenommen. Das neueste Update aus Brüssel sorgt jedoch für eine deutliche Entlastung in der Logistik.<br><br>Mit dem in dieser Woche veröffentlichten <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=OJ:L_202600429" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Delegierten Beschluss (EU) 2026/429</a> führt die Kommission eine entscheidende Ausnahme für die Wiederverwendung von <strong>Palettenumhüllungen und Umreifungsbändern</strong> ein.<br><br><br>Hier erfahren Sie alles Wichtige – kurz und bündig, ohne Fachchinesisch.</p>



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<div class="wp-block-group has-global-padding is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 class="wp-block-heading">Der Hintergrund: Die 100%-Wiederverwendungsquote</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im ursprünglichen PPWR-Rahmen (<a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=OJ:L_202500040#art_29" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Artikel 29</a>) unterlagen Transportverpackungen, die für Lieferungen innerhalb desselben Unternehmens oder zwischen Partnerstandorten in der EU verwendet wurden, einer strengen <strong>Wiederverwendungsquote von 100 %</strong>. Für viele von Ihnen bedeutete dies die drohende Pflicht, sämtliche Stretchfolien, Schrumpffolien sowie Umreifungsbänder aus Kunststoff oder Metall bis zum Stichtag 12. August 2026 auf Mehrwegalternativen umzustellen.</p>
</div>



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<div class="wp-block-group has-global-padding is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 class="wp-block-heading">Die Änderung: Eine praxisnahe Ausnahme</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU-Kommission hat erkannt, dass die Umstellung auf 100 % wiederverwendbare Umwicklungen für viele Verpackungslinien technisch schwierig und finanziell unverhältnismäßig ist. Hohe Investitionskosten für automatisierte Anlagen und ein Mangel an marktreifen, skalierbaren Mehrweglösungen für diese spezifischen Formate hätten zu erheblichen Störungen in der Lieferkette geführt.<br><br><br><strong>Die Entscheidung:</strong> Wirtschaftsbeteiligte sind nun von der 100%-Wiederverwendungsquote <strong>befreit</strong> für:<br><br>1. <strong>Palettenumhüllungen</strong> (z. B. Stretch- und Schrumpffolien)<br>2. <strong>Umreifungsbänder</strong> (zur Stabilisierung und zum Schutz während des Transports)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br><br>Dies gilt speziell für die Vorgaben bei unternehmensinternen Transfers und inländischen B2B-Transporten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Marketingteams können digitale Inhalte aktualisieren, ohne Verpackungen neu drucken zu müssen. Rückrufe können präzise auf einzelne Einheiten ausgerichtet werden. Länderspezifische Informationen lassen sich dynamisch bereitstellen. Nachhaltigkeitsgeschichten werden im Moment der Kundeninteraktion präsentiert, ohne das Design zu überladen.</p>
</div>



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<div class="wp-block-group has-global-padding is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 class="wp-block-heading">Was das für Ihren Betrieb bedeutet</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Geringerer Investitionsdruck:</strong> Sie sind rechtlich nicht mehr dazu verpflichtet, Ihre Verpackungslinien kurzfristig auf Mehrwegsysteme für die Palettensicherung im internen oder inländischen Transport umzurüsten.</li>



<li><strong>Fokus auf Recyclingfähigkeit:</strong> Während die Pflicht zur <em>Wiederverwendung</em> für diese Formate aufgehoben wurde, bleiben die Anforderungen an die <em>Recyclingfähigkeit</em> und die Zielvorgaben für den Rezyklatanteil im Rahmen der PPWR bestehen. Ihr Fokus sollte daher weiterhin auf der Beschaffung hochwertiger, recycelbarer Folien liegen.</li>



<li><strong>Reporting bleibt entscheidend:</strong> Trotz der Ausnahmen ist eine solide Datenbasis das Rückgrat Ihrer Compliance. Sie müssen weiterhin die Mengen dieser Materialien genau erfassen, um Ihren jährlichen Berichterstattungspflichten und den Anforderungen der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) nachzukommen.</li>
</ul>
</div>



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<div class="wp-block-group has-global-padding is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h2 class="wp-block-heading">Wie PAQR Sie unterstützt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wir bei PAQR sind überzeugt, dass Compliance ein Wettbewerbsvorteil sein sollte, kein Hindernis. Unsere Plattform ist bereits aktualisiert und bildet diese regulatorischen Änderungen ab.<br><br>Wir helfen Ihnen, Ihre Verpackungsformate präzise zu kategorisieren, damit Sie von jeder verfügbaren Ausnahme profitieren und gleichzeitig die verbleibenden Ziele voll erfüllen.<br><br><strong>Fazit:</strong> Sie können Ihre Paletten vorerst weiterhin mit herkömmlichen Folien sichern – stellen Sie nur sicher, dass Ihre Daten genauso sicher sind wie Ihre Fracht.</p>
</div>



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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
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