{"id":5689,"date":"2026-07-24T08:36:18","date_gmt":"2026-07-24T07:36:18","guid":{"rendered":"https:\/\/paqr.com\/unkategorisiert\/cosmetics-packaging-compliance-under-ppwr-what-beauty-and-personal-care-brands-need-to-know\/"},"modified":"2026-07-24T11:21:29","modified_gmt":"2026-07-24T10:21:29","slug":"konformitaet-von-kosmetikverpackungen-unter-der-ppwr-was-beauty-und-pflege-marken-wissen-muessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/paqr.com\/de\/industrie-guide\/konformitaet-von-kosmetikverpackungen-unter-der-ppwr-was-beauty-und-pflege-marken-wissen-muessen\/","title":{"rendered":"Konformit\u00e4t von Kosmetikverpackungen unter der PPWR: Was Beauty- und Pflege-Marken wissen m\u00fcssen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Lesezeit: <strong>12 <\/strong>Minuten<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Konformit\u00e4t von Kosmetikverpackungen bedeutet heute, zwei EU-Regelwerke gleichzeitig zu erf\u00fcllen. Die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) steuert auf ihren allgemeinen Geltungsbeginn am 12. August 2026 zu. Gleichzeitig arbeiten Kosmetikerzeuger und Zulieferer weiterhin unter den separaten Vorgaben der EU-Kosmetikverordnung (CPR). F\u00fcr Marken, die Verpackungen bisher nur nach einem einzigen Regelwerk gestaltet haben, ist das echtes Neuland.<br><br>Dieser Beitrag zeigt Ihnen, wo sich die beiden Verordnungen \u00fcberschneiden, welche \u00c4nderungen wann greifen und wo die operativen Risiken tats\u00e4chlich liegen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group has-global-padding is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Verpackungsminimierung: Was sich f\u00fcr das Prestige-Design \u00e4ndert<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach <a href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/?uri=CELEX:32025R0040#art_10\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Artikel 10<\/a> der EU-Verpackungsverordnung werden strenge Pflichten zur Verpackungsminimierung am 1. Januar 2030 rechtsverbindlich. Damit folgen sie einem eigenen Zeitplan, unabh\u00e4ngig vom allgemeinen Geltungsbeginn der Verordnung. Ab 2030 m\u00fcssen Erzeuger und Importeure sicherstellen, dass sie das Gewicht und das Volumen der Verpackung auf das f\u00fcr die Produktfunktionalit\u00e4t absolut notwendige Minimum reduzieren. Zur Durchsetzung beauftragt die Europ\u00e4ische Kommission europ\u00e4ische Normungsorganisationen mit der Entwicklung harmonisierter Methoden. Diese umfassen Richtwerte f\u00fcr Maximalgewicht, Volumen und Leerraum f\u00fcr g\u00e4ngige Verpackungsarten.<br><br>Prestige-Kosmetikmarken setzten bisher stark auf hohes Gewicht, gro\u00dfz\u00fcgiges Umverpackungsvolumen und mehrschichtige Konstruktionen, um ihren Luxusanspruch zu vermitteln. Mit Artikel 10 f\u00e4llt dieser Ansatz nun unter ein strenges Konformit\u00e4tsregelwerk. Die Verordnung verbietet ausdr\u00fccklich Verpackungsmerkmale, die ausschlie\u00dflich dazu dienen, das wahrgenommene Volumen zu vergr\u00f6\u00dfern. Dazu z\u00e4hlen Doppelwandungen, falsche B\u00f6den und unn\u00f6tige Schichten. Der klassische Tiegel f\u00fcr Gesichtscreme, der freischwebend in einer \u00fcberdimensionierten Umverpackung sitzt, ist genau die Art von Design, die diese Regelung trifft.<br><br>\u201eMarketingpr\u00e4sentation\u201c und Verbraucherakzeptanz gelten rechtlich nicht mehr als eigenst\u00e4ndige Kriterien, um zus\u00e4tzliches Verpackungsgewicht zu rechtfertigen. Bleiben schwerere Elemente oder mehrschichtige Strukturen bestehen, m\u00fcssen Erzeuger eine berechtigte funktionale Notwendigkeit nachweisen \u2013 etwa zum Schutz der Formulierung, zur sicheren Handhabung oder zur Transport-Integrit\u00e4t. Dies m\u00fcssen Sie in Ihrer technischen Dokumentation belegen. Eng begrenzte Ausnahmen bestehen f\u00fcr Verpackungsdesigns oder Marken, die vor dem 11. Februar 2025 (dem Datum des Inkrafttretens der EU-Verpackungsverordnung) gesch\u00fctzt wurden. Diese greifen jedoch nur, wenn ein erzwungenes Neudesign die Neuheit beeintr\u00e4chtigen oder die visuelle Eigenart der Verpackung zerst\u00f6ren w\u00fcrde.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group has-global-padding is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mindestanteile an Rezyklaten f\u00fcr Kosmetikverpackungen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kosmetikverpackungen, die direkt mit dem Produkt in Ber\u00fchrung kommen, gelten unter der EU-Verpackungsverordnung als kontaktempfindliche Verpackungen. Damit unterliegen sie den verbindlichen Mindestanteilen an Rezyklaten, die am 1. Januar 2030 in Kraft treten.<br><br>Die Schwellenwerte nach <a href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/?uri=CELEX:32025R0040#art_7\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Artikel 7<\/a> betreffen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Starre PET-Komponenten (Beh\u00e4lter, Tiegel, Flaschen, bei denen PET das Hauptmaterial ist): mindestens 30 % Rezyklatanteil aus Post-Consumer-Kunststoffabf\u00e4llen<\/li>\n\n\n\n<li>Sonstige kontaktempfindliche Kunststoffe (PP-Pumpen, PE-Tubenspender, mehrschichtige Acrylkappen): mindestens 10 % Rezyklatanteil<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Ziele werden als Jahresdurchschnitt pro einzelnem Fertigungsstandort berechnet, nicht \u00fcber ein globales Portfolio hinweg. Das bedeutet: Kosmetikmarken ben\u00f6tigen verifizierte Nachweise zur Produktkette (Chain-of-Custody) pro Standort von Verarbeitern und Materialzulieferern \u2013 anstelle einer konsolidierten Zahl f\u00fcr das gesamte Unternehmen.<br><br>Eine Ausnahme sollten Sie fr\u00fchzeitig kennen: Nach Artikel 7 Absatz 5 Buchstabe b ist jeder Kunststoffteil, der weniger als 5 % des Gesamtgewichts einer Verpackungseinheit ausmacht, vollst\u00e4ndig von diesen Rezyklatzielen befreit. Da Artikel 7 nur Kunststoffe regelt, fallen Nicht-Kunststoff-Elemente wie Glask\u00f6rper oder Metallkragen ohnehin nicht unter diese Vorgaben. Der eigentliche strategische Wert dieser 5%-Regel liegt bei Multi-Material-Designs: Besitzen Sie einen schweren Parf\u00fcmflakon oder Hautcremetiegel aus Glas und macht dessen Kunststoffpumpe oder -kappe weniger als 5 % des Gesamtgewichts aus, entf\u00e4llt die Rezyklatpflicht f\u00fcr diese Kunststoffkomponente komplett.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group has-global-padding is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<h2 class=\"wp-block-heading\">PCR-Beschaffung und Kosmetiksicherheit: Eine Kompatibilit\u00e4tsfrage, die Sie fr\u00fchzeitig kl\u00e4ren sollten<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Einsatz von Rezyklaten aus Post-Consumer-Abf\u00e4llen (PCR) erf\u00fcllt zwar die Ziele der EU-Verpackungsverordnung, wirft jedoch unter der EU-Kosmetikverordnung eine weitere Frage auf: Beeintr\u00e4chtigt ein Wechsel des Verpackungsmaterials das Sicherheitsprofil des enthaltenen Produkts? PCR-Materialien k\u00f6nnen Spuren von Verunreinigungen aus fr\u00fcheren Lebenszyklen enthalten, die bei neuwertigen Polymeren in Kosmetikqualit\u00e4t nicht vorkommen.<br><br>Das Einf\u00fchren eines neuen Verpackungsmaterials, das direkt mit der Formulierung in Kontakt kommt, erfordert gew\u00f6hnlich eine erneute Pr\u00fcfung der Verpackungsvertr\u00e4glichkeit und -stabilit\u00e4t im Rahmen der Sicherheitsbewertung nach der EU-Kosmetikverordnung. Schlie\u00dflich k\u00f6nnten Verunreinigungen oder abgebaute Polymerstrukturen grunds\u00e4tzlich in das Produkt migrieren. Jede Entscheidung zur Auswahl von PCR-Materialien sollte gemeinsam von der Verpackungsentwicklung und Ihrem Sicherheitsgutachter gepr\u00fcft werden, bevor sie in die Produktion geht, anstatt sie als reine Verpackungsentscheidung zu behandeln. Bauen Sie diese Abstimmung bereits jetzt in Ihren Compliance-Zeitplan ein, da die Fristen f\u00fcr die Neubewertung der Sicherheit l\u00e4nger sein k\u00f6nnen als ein Zyklus zur Neugestaltung der Verpackung.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group has-global-padding is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Leerraum und strukturelle Effizienz<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach <a href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/?uri=CELEX:32025R0040#art_24\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Artikel 24<\/a> legt die EU-Verpackungsverordnung einen maximalen Leerraumanteil von 50 % f\u00fcr Umverpackungen, Transportverpackungen und E-Commerce-Verpackungen fest. Dies tritt am 1. Januar 2030 in Kraft (oder drei Jahre nach dem Durchf\u00fchrungsakt der Kommission zur Berechnungsmethodik, je nachdem, welcher Zeitpunkt sp\u00e4ter liegt). Diese Obergrenze gilt derzeit nicht f\u00fcr Verkaufsverpackungen \u2013 also das Format, das die meisten Kosmetikprodukte nutzen.<br><br>Dennoch stehen Verkaufsverpackungen keineswegs au\u00dfer Acht. Bis zum 12. Februar 2028 m\u00fcssen Wirtschaftsakteure, die Verkaufsverpackungen bef\u00fcllen, sicherstellen, dass der Leerraum auf das f\u00fcr die Verpackungsfunktion notwendige Minimum reduziert wird. Zudem muss die Kommission die Regeln bis zum 12. Februar 2032 \u00fcberpr\u00fcfen und bewerten, ob eine strikte Obergrenze auch auf Verkaufsverpackungen ausgeweitet wird. Die Verordnung nennt Kosmetika neben Spielzeug, Heimwerker-Sets und Elektronikprodukten ausdr\u00fccklich als ein Hauptziel dieser \u00dcberpr\u00fcfung.<br><br>F\u00fcllmaterialien wie Papierstreifen, Luftpolster, Luftpolsterfolie und Schaumstoffeins\u00e4tze z\u00e4hlen nach der Berechnungsmethode der Verordnung als Leerraum. Entscheidungen, die Sie heute f\u00fcr mehrj\u00e4hrige Werkzeug- oder Verpackungslinien-Entwicklungen treffen, sollten Sie daher schon jetzt an dieser Ausrichtung messen \u2013 weit vor den Fristen in den Jahren 2028, 2030 und 2032.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group has-global-padding is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Stoffbeschr\u00e4nkungen f\u00fcr Druckfarben, Beschichtungen und Veredelungen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kosmetikverpackungen setzen h\u00e4ufig auf Hei\u00dffolienpr\u00e4gung, UV-h\u00e4rtende Lacke, Schutzinnenbeschichtungen und schwere Pigmente, um ein hochwertiges Finish zu erzielen und lichtempfindliche Rezepturen zu sch\u00fctzen. Ab dem 12. August 2026 gelten die allgemeinen Stoffbeschr\u00e4nkungen der EU-Verpackungsverordnung. W\u00e4hrend das neue PFAS-Verbot streng auf Verpackungen mit Lebensmittelkontakt beschr\u00e4nkt ist (sodass Kosmetika von dieser spezifischen Regelung vorerst ausgenommen sind), m\u00fcssen alle Verpackungen den strengen kombinierten Grenzwert von 100 mg\/kg f\u00fcr Schwermetalle einhalten \u2013 konkret f\u00fcr Blei, Cadmium, Quecksilber und sechswertiges Chrom.<br><br>Eine umfassendere Bewertung besorgniserregender Stoffe (Substances of Concern, SoC) l\u00e4uft ebenfalls. Bis zum 31. Dezember 2026 m\u00fcssen die Europ\u00e4ische Kommission und die ECHA (Europ\u00e4ische Chemikalienagentur) einen Bericht vorlegen, der bewertet, wie sich spezifische SoCs negativ auf das Recycling oder die chemische Sicherheit auswirken. Dieser Bericht bereitet den Weg f\u00fcr k\u00fcnftige Beschr\u00e4nkungen bestimmter Druckfarben, Farbstoffe oder Laminate vor \u2013 sei es durch neue REACH-Ma\u00dfnahmen oder kommende Verbote im Rahmen des \u201eDesign for Recycling\u201c. Bis zur Ver\u00f6ffentlichung dieses Berichts fahren Sie am sichersten, wenn Sie schon jetzt Audits zur Materialzusammensetzung mit Ihren Rohstofflieferanten starten. So liegen Ihre Daten bereit, sobald sich die regulatorischen Daumenschrauben weiter anziehen.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group has-global-padding is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Verbot von Einwegverpackungen im Beherbergungsgewerbe<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ab dem 1. Januar 2030 verbietet die EU-Verpackungsverordnung gem\u00e4\u00df <a href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/?uri=CELEX:32025R0040#art_25\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Artikel 25 und Anhang V<\/a> Einwegverpackungen f\u00fcr Kosmetik-, Hygiene- und Toilettenartikel im Beherbergungssektor. Dies trifft Miniaturverpackungen f\u00fcr Shampoo, Lotionen und Seifen direkt, die f\u00fcr einzelne Hotelbuchungen bereitgestellt werden \u2013 konkret alle fl\u00fcssigen Produkte unter 50 ml und nicht-fl\u00fcssigen Produkte unter 100 g.<br><br>Zwei Details sind f\u00fcr Marken entscheidend, die diesen Kanal beliefern: Erstens gilt das Datum 2030, nicht der August 2026. Dieses Verbot folgt einem separaten Zeitplan, der leicht mit dem allgemeinen Geltungsbeginn verwechselt wird. Zweitens ist der endg\u00fcltige Verordnungstext materialneutral gehalten. W\u00e4hrend mehrere andere Verpackungsverbote in Anhang V explizit auf \u201eEinwegkunststoff\u201c abzielen, gilt das Verbot von Hotelminiaturen f\u00fcr jegliche \u201eEinwegverpackung\u201c. Marken k\u00f6nnen diese Pflicht also nicht einfach umgehen, indem sie von Kunststoff auf ein anderes Einwegmaterial wie Aluminium oder Papier umsteigen.<br><br>Die Alternativen, die sich bereits am Markt etablieren: fest installierte, nachf\u00fcllbare Spender und Mehrwegverpackungen innerhalb eines formellen Wiederverwendungssystems. (Hinweis: Selbst wenn Produkte erst \u201eauf Anfrage\u201c bereitgestellt und nicht vorab im Zimmer platziert werden, handelt es sich um Einwegformate unter den Schwellenwerten, die vor dem Eintreffen des n\u00e4chsten Gastes entsorgt werdenund somit dennoch unter das Verbot der Verordnung fallen.)<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group has-global-padding is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Digitale Kennzeichnung: Wo sich PPWR und EU-Kosmetikverordnung treffen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die harmonisierten Verpackungsetiketten der EU-Verpackungsverordnung, die die Materialzusammensetzung durch standardisierte Piktogramme anzeigen, werden erst ab dem 12. August 2028 verbindlich \u2013 nicht bereits zum allgemeinen Geltungsbeginn 2026. Nach Inkrafttreten erlaubt Artikel 12 einen QR-Code oder einen anderen standardisierten digitalen Datentr\u00e4ger, um einen Teil dieser Informationen zu vermitteln \u2013 insbesondere dann, wenn der physische Platz auf der Verpackung begrenzt ist.<br><br>Die EU-Kosmetikverordnung verfolgt einen anderen Ansatz. Gem\u00e4\u00df <a href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/HTML\/?uri=CELEX:02009R1223-20260501\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Verordnung (EG) Nr. 1223\/2009<\/a>, m\u00fcssen bestimmte Pflichtangaben \u2013 darunter Name und Anschrift der verantwortlichen Person, gegebenenfalls das Herkunftsland, der Nenninhalt und die Liste der Bestandteile \u2013 unausl\u00f6schlich und gut lesbar physisch auf dem Beh\u00e4lter oder der Verpackung angebracht sein. Zwar erlaubt die Kosmetikverordnung bei akutem Platzmangel das Ausweichen auf eine beiliegende Packungsbeilage oder ein Etikett, sie gestattet derzeit jedoch keine vollst\u00e4ndige digitale Ersetzung dieser zentralen Sicherheitsangaben.<br><br>Wo sich beide Verordnungen jedoch einig sind, ist eine wichtige Bestimmung: Der Text der EU-Verpackungsverordnung legt fest, dass bei bereits bestehenden EU-Anforderungen an digitale Datentr\u00e4ger f\u00fcr Produktinformationen ein einziger Datentr\u00e4ger genutzt werden sollte. Dieser stellt dann die Verpackungsinformationen bereit, wobei beide Angaben klar voneinander zu unterscheiden sein m\u00fcssen. In der Praxis bedeutet das: Ein QR-Code, den Sie heute auf Ihrer Kosmetikverpackung anbringen, um die digitalen Kennzeichnungspflichten der PPWR ab 2028 zu erf\u00fcllen, kann so konzipiert werden, dass er sowohl die von der PPWR geforderten Verpackungsdaten enth\u00e4lt als auch f\u00fcr k\u00fcnftige Produktangaben bereitsteht, falls die EU-Kosmetikverordnung eine Digitalisierung erlaubt. Das l\u00f6st zwar nicht die heutige physische Kennzeichnungspflicht nach der Kosmetikverordnung, stellt aber sicher, dass Sie Ihre f\u00fcr die PPWR geschaffene digitale Architektur nicht erneut umbauen m\u00fcssen, sobald sich die CPR-Regeln weiterentwickeln.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group has-global-padding is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Dokumentation und Konformit\u00e4tsbewertung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU-Verpackungsverordnung nutzt den Weg der Selbstbewertung (Modul A, interne Fertigungskontrolle) anstelle einer Zertifizierung durch Dritte. Bevor Sie eine bef\u00fcllte Kosmetikeinheit versenden, ben\u00f6tigen Sie als verantwortliche Partei die technische Dokumentation. Diese umfasst Materialspezifikationen, Lieferanten-Verifizierungen und eine Risikobewertung bez\u00fcglich Nicht-Konformit\u00e4t \u2013 zusammen mit der unterzeichneten EU-Konformit\u00e4tserkl\u00e4rung. Jede einzelne Verpackungskomponente, einschlie\u00dflich des Prim\u00e4rbeh\u00e4lters, der Pumpe oder des Verschlusses sowie des Etiketts, ben\u00f6tigt eigene Daten zur Materialzusammensetzung und letztlich auch Recyclingf\u00e4higkeit.<br><br>Diese technische Dokumentation und die entsprechende Konformit\u00e4tserkl\u00e4rung m\u00fcssen Sie ab dem Tag des Inverkehrbringens f\u00fcr die nationalen Markt\u00fcberwachungsbeh\u00f6rden bereithalten: 5 Jahre lang bei Einwegverpackungen und 10 Jahre lang bei Mehrwegformaten. Die weitreichenden Folgen von L\u00fccken in dieser Dokumentation \u00fcber alle Rollen in der Lieferkette hinweg behandeln wir im Detail in unserem fr\u00fcheren Beitrag \u00fcber <a href=\"https:\/\/paqr.com\/de\/recht\/ppwr-nichteinhaltung-rechtliche-konsequenzen-entlang-der-lieferkette\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Nicht-Konformit\u00e4t mit der PPWR<\/a>.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group has-global-padding is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<h2 class=\"wp-block-heading\">H\u00e4ufig gestellte Fragen (FAQ)<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Gilt die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) f\u00fcr Kosmetikverpackungen?<\/strong><br>Ja. Die EU-Verpackungsverordnung gilt branchen\u00fcbergreifend f\u00fcr alle Verpackungen, die auf den EU-Markt gebracht werden. Kosmetikverpackungen, die direkt mit dem Produkt in Ber\u00fchrung kommen, werden zus\u00e4tzlich als kontaktempfindliche Verpackungen eingestuft. Damit fallen sie ab 2030 unter die Verpflichtungen zu Mindestanteilen an Rezyklaten.<br><br><strong>K\u00f6nnen Kosmetikmarken einen QR-Code anstelle gedruckter Etiketten verwenden?<\/strong><br>Nicht f\u00fcr die Kerninformationen, die die EU-Kosmetikverordnung physisch auf dem Beh\u00e4lter vorschreibt \u2013 wie etwa die Adresse der verantwortlichen Person oder das Bestandteileverzeichnis. Die harmonisierten Etiketten der EU-Verpackungsverordnung werden ab dem 12. August 2028 verbindlich (oder 24 Monate nach Erlass der erforderlichen Durchf\u00fchrungsakte, je nachdem, welcher Zeitpunkt sp\u00e4ter liegt). Sobald sie in Kraft sind, erlaubt die PPWR zwar die Nutzung digitaler Datentr\u00e4ger (wie einen QR-Code) als Ersatz f\u00fcr physische Verpackungsetiketten, aber nur unter einer strengen Hierarchie: Passt das physische Etikett nicht auf den Prim\u00e4rbeh\u00e4lter, muss es zuerst auf die Umverpackung (sekund\u00e4re Verpackung) ausweichen. Erst wenn auch das unm\u00f6glich ist, darf ein QR-Code als vollst\u00e4ndiger Ersatz dienen.<br><br><strong>Wann tritt das Verbot von Hotelminiaturen in Kraft?<\/strong> <br>Am 1. Januar 2030 gem\u00e4\u00df PPWR-Artikel 25 und Anhang V. Dieses Verbot richtet sich speziell gegen Einweg-Kosmetik- und Hygieneverpackungen f\u00fcr fl\u00fcssige Produkte unter 50 ml sowie nicht-fl\u00fcssige Produkte unter 100 g. Dieses Datum unterscheidet sich vom allgemeinen Geltungsbeginn der PPWR am 12. August 2026.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group has-global-padding is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie PAQR Ihnen hilft<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Portfolios f\u00fcr Kosmetikverpackungen umfassen mehr SKUs, Komponententypen und Zuliefererbeziehungen als in fast jeder anderen Branche. Die Einhaltung der sich \u00fcberschneidenden PPWR-Fristen l\u00e4sst sich daher kaum \u00fcber Tabellenkalkulationen verwalten. PAQR l\u00f6st dieses Problem durch einen zentralen Arbeitsbereich, der Ihre Verpackungsdaten bis auf die Ebene der einzelnen Komponente organisiert. Tiegel, Pumpen, Verschl\u00fcsse und Umverpackungen erhalten so eigene Datens\u00e4tze zu Materialzusammensetzung und Recyclingf\u00e4higkeit. Gleichzeitig hinterlegen Sie die technischen Rechtfertigungen f\u00fcr Gewicht und Volumen gem\u00e4\u00df Artikel 10 zur Verpackungsminimierung. <br><br>PAQR strukturiert die Datenerfassung bei Ihren Lieferanten f\u00fcr den standortbezogenen PCR-Nachweis und erstellt automatisch ein pr\u00fcfbereite technische Dokumentation sowie Konformit\u00e4tserkl\u00e4rungen. So minimieren Beauty-Marken ihre Risiken in der Verpackungs-Lieferkette nahtlos.<br><br>Mehr erfahren unter <a href=\"https:\/\/paqr.com\/de\/ppwr-loesung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/paqr.com\/de\/ppwr-loesung\/<\/a>.<br><br>Klicken Sie auf paqr.com auf \u201eJetzt kostenlos testen\u201c, um Ihre Testversion zu starten:<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group desktop-only has-global-padding is-content-justification-right is-layout-constrained wp-container-core-group-is-layout-49613cd2 wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<div class=\"wp-block-buttons is-content-justification-left is-layout-flex wp-container-core-buttons-is-layout-3b8eca09 wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button is-style-fill\"><a class=\"wp-block-button__link has-base-color has-custom-headline-text-color-background-color has-text-color has-background has-link-color has-inter-font-family has-medium-font-size has-custom-font-size wp-element-button\" href=\"https:\/\/paqr.com\/de\/ppwr-loesung\/#demo\" style=\"border-top-left-radius:17px;border-top-right-radius:17px;border-bottom-left-radius:17px;border-bottom-right-radius:17px;font-style:normal;font-weight:600\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Jetzt kostenlos testen<\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group tablet-only has-global-padding is-content-justification-left is-layout-constrained wp-container-core-group-is-layout-236ffaf5 wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<div class=\"wp-block-buttons is-content-justification-left is-layout-flex wp-container-core-buttons-is-layout-3b8eca09 wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button is-style-fill\"><a class=\"wp-block-button__link has-base-color has-custom-headline-text-color-background-color has-text-color has-background has-link-color has-inter-font-family has-medium-font-size has-custom-font-size wp-element-button\" href=\"https:\/\/paqr.com\/de\/ppwr-loesung\/#demo-tablet\" style=\"border-top-left-radius:17px;border-top-right-radius:17px;border-bottom-left-radius:17px;border-bottom-right-radius:17px;font-style:normal;font-weight:600\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Jetzt kostenlos testen<\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group mobile-only has-global-padding is-content-justification-left is-layout-constrained wp-container-core-group-is-layout-236ffaf5 wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<div class=\"wp-block-buttons is-content-justification-left is-layout-flex wp-container-core-buttons-is-layout-3b8eca09 wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button is-style-fill\"><a class=\"wp-block-button__link has-base-color has-custom-headline-text-color-background-color has-text-color has-background has-link-color has-inter-font-family has-medium-font-size has-custom-font-size wp-element-button\" href=\"https:\/\/paqr.com\/de\/ppwr-loesung\/#demo-mobile\" style=\"border-top-left-radius:17px;border-top-right-radius:17px;border-bottom-left-radius:17px;border-bottom-right-radius:17px;font-style:normal;font-weight:600\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Jetzt kostenlos testen<\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Konformit\u00e4t von Kosmetikverpackungen erfordert jetzt die gleichzeitige Einhaltung zweier EU-Regelwerke. 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